Minister: Computerspiele sind nützlich

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Nach all den neuen Gesetzen, die “Killerspiele” verbieten, brandeten Wogen der Empörung in der Spiele-Industrie und bei Nutzern auf – man solle Realität und Spiel auch in der Politik nicht vermischen, hieß es. Nun hat sich ausgerehnet ein Politiker der Konservativen zugunsten der Spieler ausgesprochen.

Seit ein Verbot von Killerspielen in der Berliner Koalitionsvereinbarung als Regierungsziel aufgenommen wurde (wir berichteten), brandete ein reges Echo durchs Land. Die CDU, gut darin, sich selbst “ins Knie zu schießen”, wie von Branchenkennern geunkt wird, brachte es dann aber sogar auf den Spruch, man solle eher Eltern als die Spiele verbieten. Jetzt ergriff der nordrhein-westfälische Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet (CDU), erneut das Wort zum Thema.

Der Unionspolitiker fordert eine “sachgerechte Diskussion” zum Thema Computerspiele. Die seien schließlich Jugendkultur und gehörten für den Nachwuchs einfach zum Alltag. Pauschale Verurteilungen und die aktuelle Verbots-Debatte würden gerade Eltern, die selbst nicht spielen, stark verunsichern.

Nordrhein-Westfalen ist von den anderen Bundesländern mit der Federführung der Alterskennzeichnung von Computerspielen beauftragt worden. Was für Kinder oder Jugendliche nicht geeignet sei, erhalte auch keine Freigabe, betont Laschet. “Wir sollten Computerspiele aber nicht verdammen, sondern überlegen, wie sie für die Bildung in Schule und Jugendhilfe genutzt werden können.? (rm/mk)

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