Illegale Preisabsprache: Rekord-Strafe gegen französische Handy-Provider

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Die französische Wettbewerbsbehörde verhängte gestern eine Rekordstrafe von über einer halben Milliarde Euro gegen die drei führenden Mobilfunkunternehmen des Landes.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, müssen die drei größtern Mobilfunkanbieter Frankreichs mehr als 500 Millionen Euro Strafe bezahlen – wegen Wettbewerbsverzerrung.

Der Vorwurf: Die drei Provider hätten ihre marktbeherrschende Stellung ausgenutzt und über Jahre hinweg Absprachen getroffen. Zum Triumvirat gehören France-Telecom-Tochter Orange, Bouygues Telecom sowie SFR (Vivendi Universal). Ein Verbraucherverband rechnete hoch, dass die Kunden mit der Zeit etwa 1,2 Milliarden Euro Gebühren zu viel gezahlt hätten.

Auf Basis der saftigen Kartellstrafe von 534 Millionen Euro (Orange: 256 Mio., SFR 220 Mio., BT 59 Mio.) kündigte der Verband nun Sammelklagen der Kunden nach US-Vorbild an. Die betroffenen Unternehmen wollen die Entscheidung der Wettbewerbshüter anfechten. (rm/mk)

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