Banken sollen bei Phishing haften

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Die EU-Kommission will mit einer neuen Richtlinie die Verbraucherrechte stärken. Unter anderen ist darin vorgesehen, dass Banken durch Phishing entstandene Schäden ersetzen.

Zwar erstatteten Banken bisher in den meisten Fällen die von Phishern mit entwendeten Kundendaten vorgenommenen Zahlungen aus Kulanz, die rechtliche Lage ist jedoch ungeklärt. Das will die EU-Kommission nun ändern. Laut Süddeutscher Zeitung existiert bereits ein Richtlinienentwurf, demzufolge Banken alle Phishing-Schäden ersetzen sollen.

Außerdem ist vorgesehen, dass Kunden, die ihre EC- oder Kreditkarte verlieren, selbst bei Schäden, die vor der Verlustmeldung bei der Bank auftreten, nur bis zu einer Höhe von 150 Euro haften. Zudem will man den Banken das Vorgehen untersagen, Auslandsüberweisungen häufig erst nach mehreren Tagen gutzuschreiben.

Mit der Richtlinie hofft Binnenmarkt-Kommissar Charlie McCreevy, Druck auf die Banken auszuüben, den Zahlungsverkehr in der EU zu verbessern. Anderfalls drohe “eine scharfe Regulierung”. (dd)

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