OpenSource-Gemeinde will OS/2-Klon produzieren

BetriebssystemOpen SourceSoftwareWorkspace

Das Projekt “osFree” ist in Arbeit, bietet in seiner Alpha-Version erst einmal nur Kommandozeilen-Werkzeuge und kann schon heruntergeladen werden. Der Plan ist, ehemaligen IBM-Kunden noch eine Alternative zu bieten.

Vor allem Banken arbeiten in Deutschland häufig noch mit OS/2 – weil es funktioniert und relativ sicher ist. IBM trägt das System allerdings zu Grabe (wir berichteten), und selbst der Support soll auslaufen. Das osFree-Projekt will nun einen Klon des Betriebssystems produzieren, der kompatibel zu OS/2 4 Warp (Merlin) sein soll – und kommt damit einer Forderung nach, die eigentlich schon an IBM gestellt wurde.

Die Kompatibilität zu Merlin ist anfangs das erste Ziel der Entwicklergruppe. Funktionen aus OS/2 WarpServer sollen aber auch in die Arbeit einfließen. In der Alpha-Version haben die Programmierer vor allem angefangen, Konsolenprogramme umzusetzen und auf dieser Basis schon einige weitergehende Funktionen zu realisieren.

Die systemnahen Funktionen wie Kernel, Bootloader und Gerätetreiberbrauchen noch ein bisschen mehr Zeit. Der Kernel-Loader “freeldr” soll den benutzten Mikrokernel L4Ka jedoch schon laden können – und darauf aufgebaut die ersten Ansätze des osFree-Kernels.

Weil bestimmte Teilprojekte auf Basis verschiedener vorhandener OpenSource-Entwicklungen gebaut werden, unterliegen verschiedene Teile von osFree auch unterschiedlichen Lizenzen, etwa BSD oder GPL. Der Quelltext und die Binärpakete sind über die osFree-Projektseite zum Download erhältlich. (mk)

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