Sony BMG: GPL-Code im Kopierschutz

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Das Programm soll Code aus mehreren Open-Source-Anwendungen enthalten ? ohne auf diesen Umstand hinzuweisen und den Kopierschutz ebenfalls als Open Source zu veröffentlichen, wie es die Lizenzbedingungen vorsehen.

Für den Plattenkonzern Sony BMG entwickelt sich der mit Rootkit-Funktionen ausgestattete Kopierschutz immer mehr zur unendlichen Geschichte, kaum ein Tag vergeht, ohne dass neue Details bekannt werden. Nachdem bereits in der letzten Woche herauskam, dass in dem Programm Code des unter der LGPL stehenden LAME-Encoders zum Einsatz kommt, stellt sich nun heraus, dass man sogar die weit restriktivere GPL verletzt. Offenbar hat man sich bei der Funktion DoShuffle des VideoLAN-Projekts bedient, die von Jon Lech Johansen stammt, der den Kopierschutzknacker DeCSS entwickelte und unter anderem auch iTunes gehackt hatte. Dabei hat der Kopierschutzhersteller F4I es allerdings unterlassen, der GPL genüge zu tun und den Quellcode seines Programms ebenfalls unter der Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen. (dd)

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