Datenabgleich mit dem Smartphone
Daten synchronisieren

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Der richtige Terminabgleich spart Zeit und Ärger mit dem Chef. Eine Synchronisation hält nicht nur alle wichtigen Daten aktuell, sondern dient auch gleich als Backup.

Draht oder nicht Draht?

Datenabgleich mit dem Smartphone

Auf einem Smartphone sammeln sich in kurzer Zeit viele Termine, Adressen und Aufgabenlisten. Mit dem PC kann der Anwender diese Datenflut bequemer bewältigen. Außerdem sind die Daten damit auch gleich gesichert. Daher ist eine Software zur Synchronisation bei jedem Gerät dabei. Als zentrale Datenverwalter dienen Personal Information Manager (PIM) wie Microsoft Outlook oder Lotus Notes.

Am schnellsten funktioniert die Übertragung über die USB-Leitung. Sie steht immer zur Verfügung, selbst wenn die Funkvarianten nicht funktionieren. Praktisch sind die bei den meisten mitgelieferten Docking-Stations, in die das Smartphone eingesteckt werden kann. Ein Druck auf die Sync-Taste startet den Abgleich, während der Akku parallel dazu geladen wird. Etwas langsamer ist die Verbindung über die Infrarot-Schnittstelle mit Geschwindigkeiten bis 4 MBit/s. Dieser Weg bietet sich vor allem bei Notebooks an, da Desktop-PCs normalerweise nicht über Infrarotsender verfügen. Bewährt haben sich externe Infrarotgeräte über USB, die auch unterwegs genutzt werden können. Das Schlusslicht beim Tempo bilden Bluetooth-Verbindungen, bei denen meist noch Gegenstellen der Bluetooth-Version 1.1 mit 723 KBit/s vorhanden sind. Erst Version 1.2 bietet Datenraten von 1447 und 2170 KBit/s.

Sollen nur wenige Kontakte übertragen werden, sind Funkverbindungen die bequemere Möglichkeit. Beim vollständigen Abzug aller Daten vom Smartphone ist die Drahtverbindung besser, weil weniger störanfällig. Für Bluetooth-Verbindungen müssen auf dem PC oder Notebook das Bluetooth-Profil Sync oder das Seriell-Profil vorhanden sein. Letzteres ersetzt die serielle Schnittstelle durch den Bluetooth-Funk. Beim Durchsuchen der Funk-Umgebung zeigt der Bluetooth-Stack (häufig von Widcomm) vorhandene Profile der gefundenen Geräte an.


Nur einer kann gewinnen

Datenabgleich mit dem Smartphone

Die Sync-Software stellt automatisch fest, welche Dateien auf dem Smartphone und welche auf dem PC fehlen. Schwieriger wird es, wenn Dateien mit gleichem Namen existieren. Am sichersten ist, bei Konflikten auf die manuelle Lösung zu setzen. Das verzögert den schnellen Abgleich, schützt aber vor unbeabsichtigtem Löschen oder Überschreiben. Prüfen Sie deshalb vor dem ersten Sync-Versuch einige Einstellungen. Besonders gefährlich ist die feste Einstellung zum Überschreiben durch einen der Sync-Partner. Werden Termine und Kontakte immer nur unterwegs auf dem Smartphone eingegeben, ist die Option Smartphone überschreibt PC sinnvoll. Ändert sich dieses Szenario aber, sind auf dem PC vorgenommene Änderungen verloren.

Smartphones mit Microsoft Mobile nutzen das hauseigene Active Sync (MDA Pro, PDA3). Als Erstes muss dabei eine so genannte Partnerschaft erzeugt werden. Dazu fragt die Software eine beliebige Bezeichnung für die Verbindung zum angeschlossenen Smartphone ab. Bei mehreren Geräten ist so eine Unterscheidung möglich.

Bei Palm-basierten Geräten wird als PIM meist der Palm Desktop mitgeliefert. Die Smartphones lassen sich aber auch für die Verbindung zu Outlook umstellen. In das Hotsync-Menü gelangt man über ein Symbol in der Taskleiste. Die Software verlangt zur Zuordnung einen Benutzernamen. Wichtig: Ist auf dem Smartphone bereits ein Benutzername vergeben, muss in Hotsync genau dieser Name verwendet werden. Sonst landen die Daten in einem weiteren Konto. Smartphones mit Symbian OS bringen ihre eigenen Programme mit, wie zum Beispiel Nokia mit der PC Suite.


Hiptop

Datenabgleich mit dem Smartphone

Der Sonderling unter den Sync-Lösungen schickt seine Daten nur per GPRS-Funk, nicht aber über Kabel, Bluetooth oder Infrarot. Der Benutzer muss sich beim ersten Verwenden von GPRS zunächst bei der Webseite http://eplus-hiptop.de registrieren. Dazu sind ein beliebiger Benutzername und ein Passwort nötig. Danach kann man die Webseite im Browser aufrufen und sich unter dem neu angelegten Konto anmelden.

Sobald eine GPRS-Verbindung existiert, werden Kontakte, Termine und Aufgaben auf einem Server bei E-Plus gesichert. Die Web-Anwendung bietet den Import von PIM-Daten aus Textdateien an. Im Test funktioniert das Einlesen von Kontakten aber nicht, die zuvor als tabulatorgetrennte Textdatei aus Outlook exportiert wurden.

Als Alternative bietet E-Plus auch den Download von Intellisync für Hiptop an. Dieses Programm gleicht die Daten in der Outlook-Software direkt mit der Web-Anwendung und dem Hiptop-Gerät ab. Das funktioniert prinzipiell recht gut, allerdings blockiert die Web-Anwendung bei mehreren hundert Kontakten.