Open-Source-Datenbank Ingres verlässt Computer Associates

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Der Software-Anbieter verkauft seine Datenbank-Sparte. Ingres soll künftig als eigenständige Firma agieren.

Die Risikokapital-Anleger von Garnett & Helfrich Capital wollen die Datenbanksparte von Computer Associates kaufen. CA will sich auf die Geschäftsfelder Security und Storage konzentrieren, teilte das Unternehmen gestern in Islandia, New York, mit.

Obwohl CA eine Minderheitsbeteiligung an Ingres behält, soll die Datenbankgruppe, die einst mit Arbeiten an der Universität von Kalifornien startete, eigenständig arbeiten. Dabei hat sich Ingres ein Marktsegment “über” MySQL ausgesucht und will – quasi von oben – in den Markt der führenden OpenSource-Datenbank eindringen.

Die vor 30 Jahren begonnene Datenbank soll nun konzentriert weiterentwickelt werden. Im Support soll ebenfalls zugelegt werden – denn mit einer guten Ausgangsbasis von Kunden wie dem irischen Finanzamt und der US-Küstenwache soll daraus Geld generiert werden.

“Wir wollen das Red Hat der Datenbank-Welt sein”, tönte der Chef des neuen Unternehmens Terry Garnett. Weil der Sitz der neuen Firma mit ihren 150 Beschäftigten ist Redwood City in Kalifornien liegt, wo auch Oracle siedelt, ist mit einem harten Kampf der Firmen um gute Programmierer zu rechnen. Vorerst aber noch nicht: Die Finanzjongleure von Garnett&Helfrich wollen erst einmal einige Beschäftigte, die bisher in der entsprechenden CA-Abteilung arbeiteten, loswerden. (mk)

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