Telekom: Kein Persilschein fürs neue Glasfasernetz

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CDU und SPD haben beschlossen, die Telekom vorerst nicht von der Regulierung zu befreien. Die Konkurrenten fürchten allerdings, dass sich der Konzern bei den abschließenden Koalitionsverhandlungen doch noch durchsetzt.

Nach Informationen der Zeitung Die Welt hat die Arbeitsgruppe Wirtschaft der angehenden Koalitionspartner CDU und SPD der Telekom eine Klausel im Koalitionsvertrag verweigert, nach der das neue Hochgeschwindigkeitsnetz vorerst von der Regulierung befreit werden würde. Dieses soll in 50 Städten Datenraten bis 50 MBit bieten; Telekom-Chef Ricke hatte jedoch mehrfach betont, das Netz nur voll ausbauen zu wollen, wenn der Konzern für mehrere Jahre von der Regulierung befreit würde, um “Pioniergewinne” abschöpfen zu können.

Allerdings befürchten die Konkurrenten der Telekom, das Unternehmen könnte sich doch noch durchsetzen, wenn Ende dieser Woche die Spitzenpolitiker zu abschließenden Beratungen zusammenkommen. Telekom-Chef Ricke sei schließlich schon vor Wochen bei der designierten Kanzlerin Angela Merkel vorstellig geworden, die sein Anliegen mit Wohlwollen aufgenommen hätte. (dd)

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