HTTP auswerten
Spurensuche

Auf den Spuren des Nutzers ist das HTTP-Protokoll ein verlässlicher Gefährte. Was sich alles herausfinden lässt und wo die Grenzen liegen, verrät dieser Artikel.

von Tobias Hauser 0

Sniffer

HTTP auswerten

Das HTTP-Protokoll ist aus technischer Sicht faszinierend: Auf 176 Seiten wird die Basis für das Web gelegt (www.ietf.org/rfc/rfc2616.txt). Sicherlich, die offizielle Spezifikation für HTTP 1.1 bei der IETF (Internet Engineering Task Force) wird noch von anderen Spezifikationen ergänzt, aber die Kernidee und die wichtigsten Anweisungen passen, wenn auch nicht auf einen Bierdeckel, so doch zumindest auf weniger Blätter als eine Steuererklärung.

Nun ist die Frage, wie Sie dieses Protokoll und die Informationen, die es liefert, nutzen können. Zunächst sollten Sie einen Blick auf den HTTP-Header werfen. Eine erste Anlaufstelle sind webbasierte Sniffer wie
www.delorie.com/web/headers.html. Dort können Sie zumindest die Server-Antwort näher analysieren. Web-sniffer.net bietet auch die Möglichkeit, Browser-relevante Einstellungen wie den User-Agent-String, der den Browser identifiziert, einzugeben.

Noch etwas praktischer sind HTTP-Schnüffler für den Browser selbst. Häufig eingesetzt wird beispielsweise Live HTTP Headers für den Mozilla Firefox (
livehttpheaders.mozdev.org). Dieses Projekt ist Teil der Mozilla Community und bietet ein Plug-in für den Browser. Aktuell ist die Version 0.1. Nach der Installation findet sich das Plug-in im Menü Extras, Live HTTP headers. Im Register Header muss das Kontrollkästchen Mitschneiden aktiviert sein, um die Header zu speichern. Im Register Generator legen Sie im Detail fest, was mitgeschnitten wird. Vor allem die Header von Grafiken und CSS sollten Sie deaktivieren, um sich in den verschiedenen HTTP-Headern noch zurechtfinden zu können. Für andere Browser wie den Internet Explorer gibt es natürlich ähnliche Tools, zum Beispiel www.blunck.info/iehttpheaders.html.

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