Microsoft-Experiment identifiziert Spammer

SicherheitSicherheitsmanagementVirus

Über einen von Microsoft mit Malware infizierten und im Internet platzierten PC wurden 18 Millionen Spam-Mails verschickt, wodurch der Software-Konzern 13 Spammer-Gruppen identifizieren konnte.

In Zusammenarbeit mit der US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) und der kalifornischen Verbraucherschutzorganisation Consumer Action untersucht Microsoft die Aktivitäten von Spammern. In einem kontrollierten Experiment hat man nun gezeigt, dass über einen einzigen Rechner Millionen Spam-Mails verschickt werden können. Ein normaler PC wurde dafür von Technikern mit Malware infiziert, die üblicherweise von Hackern genutzt wird, um den Computer unter ihre Kontrolle zu bringen. Das Ergebnis: In drei Wochen wurden über 18 Millionen Spam-Mail versandt, es wurden über fünf Millionen Verbindungen von Spammern verzeichnet.

Aus den Verbindungsdaten und den in den Spam-Mails beworbenen Websites konnten 13 Spammer-Gruppen identifiziert werden. Wie ein Microsoft-Sprecher mitteilte, hatte das Unternehmen bereits im August mehrere Zivilverfahren gegen Unbekannt angestrengt, um die wahren Identitäten der Spammer ermitteln zu können. Diese wolle man zu gegebener Zeit bekannt machen, derzeit liefen jedoch noch diesbezügliche Ermittlungen, so der Sprecher. Die meisten dieser Spammer seien in den USA angesiedelt und könnten daher nach US-Recht verfolgt werden. (dd)

( – testticker.de)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen