Videoaufnehmen
Perfekte Video-DVD mit DVB-T

Office-AnwendungenSoftware

DVB-T und die Video-DVD arbeiten beide mit dem Kompressionsalgorithmus MPEG 2. Trotzdem ist es nicht ohne weiteres möglich, TV-Aufnahmen zu brennen.


DVD-kompatibel ___

DVB-T und die Video-DVD arbeiten beide mit dem Kompressionsalgorithmus MPEG 2. Trotzdem ist es nicht ohne weiteres möglich, TV-Aufnahmen zu brennen. Denn DVB-T-Sendungen werden nicht nur in DVD-kompatibler Auflösung mit 720 x 576 Bildpunkten (Full D1) oder 704 x 576 (1/1 D1) ausgestrahlt. Vor allem die privaten Sender benutzen bei einzelnen Sendungen auch Auflösungen von 544 x 576 oder 528 x 576 Pixel. Das reduziert die Datenrate und erlaubt daher, pro Trägerfrequenz einen Kanal mehr oder Dolby-Digital-Sound zu übertragen. Außerdem verhindert ein falscher Wert im Datei-Header von DVB-Dateien, dass Authoring-Programme das aufgenommene Fernseh-Material als DVD-konform erkennen. Im Datei-Header der Aufnahme ist die Video-Bitrate mit einem Wert oberhalb von 9,8 MBit/s (die maximale Datenrate laut DVD-Spezifikation) angegeben, obwohl die tatsächliche Bitrate in einem Bereich zwischen durchschnittlich 3,3 MBit/s und maximal 5 MBit/s liegt und damit alle DVD-Normen erfüllt. Eine aufgezeichnete DVB-Sendung in ein DVD-Projekt einzubinden, funktioniert nicht, da alle Authoring- Programme die Datei ablehnen, die scheinbar nicht dem DVD-Standard entspricht. Die Aufnahme zu konvertieren, ist jedoch zeitaufwändig und verschlechtert je nach verwendetem Algorithmus die Bildqualität.

Etikettenschwindel
Abhilfe verschafft ein Trick: Man versieht die Datei einfach mit einem neuen Header, der eine DVD-konforme Beschreibung der Videodaten enthält. Das ist möglich, da die eigentlichen Nutzdaten dem DVD-Standard entsprechen. Der neue Header trickst die Kontrollinstanzen des Authoring-Programms aus. Eine geringfügig abweichende Auflösung des Videomaterials ist dabei nicht weiter tragisch, weil dieses Format auch bei der Ausstrahlung vorliegt und sich problemlos auf dem Fernseher ausgeben lässt. Es gibt viele kostenlose Tools im Internet, die einen neuen Datei-Header erzeugen. Dazu gehört ProjectX (www.lucike.info), das alle benötigten Funktionen unter einer Oberfläche vereint. Eine kompilierte Version von ProjectX können Sie unter www.oozoon.de laden. Für den Betrieb ist Java ab Version 1.2.2 als Runtime- Umgebung (www.sun.com) erforderlich. Die kompilierte Java-Datei von ProjectX wird einfach durch Anklicken gestartet.

Autor: swasi
Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen