Richterin rüffelt Microsoft

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Die US-Distrikt-Richterin Colleen Kollar-Kotelly äußerte jetzt ihre Besorgnis hinsichtlich der Einhaltung aller Antitrust-Regeln, auf die sich Microsoft 2001 mit der Regierung und den Bundesstaaten geeinigt hatte.

Auslöser für den neuen Rüffel war der Seattle Times zufolge ein Dokument, mit dem Microsoft die Hersteller von MP3-Playern unter Druck setzen wollte, nur noch den Windows Media Player vorzuinstallieren (wir berichteten). ?Das hätte gar nicht erst passieren dürfen?, rügte Richterin Kollar-Kotelly, die über die Einhaltung der Kartellauflagen durch Microsoft wacht.

Sie kritisierte zudem die Verzögerungen bei der Umsetzung der Auflagen. Die Richterin mahnte Microsoft zu mehr Eile, da der Softwarekonzern bereits neun Monate hinterherhinke. Das geht aus dem Bericht hervor, den die Kontrolleure der außergerichtlichen Einigung im US-Kartellverfahren vor knapp einer Woche der Richterin vorlegten.

Die zwischen Microsoft und dem US-Justizministerium getroffene außergerichtliche Einigung enthält die Auflage, dass Microsoft den PC-Herstellern größere Freiheiten bei der Installation konkurrierender Software geben und sicherstellen muss, dass die Software von Mitbewerbern reibungslos mit Software aus dem eigenen Haus zusammenarbeite.
(rm/mk)

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