Newcomer will CPU-Markt aufmischen

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Ein noch junges kalifornisches Unternehmen entwickelt neue Prozessoren mit zehnmal geringerer Energieaufnahme als üblich.

Die Firma P.A. Semi begibt sich auf die Spuren des Pioniers Transmeta, der einst mit Stromspar-Prozessoren begann. Nun soll eine neue Technik in den Mitgliedern der Produktfamilie ?PWRficient? gegenüber bisherigen Modellen zehnmal mehr Leistung pro Watt bringen – allerdings in weit ausgereifterer Technologie als seinerzeit Transmeta aufbieten konnte.

Die auf Basis von IBMs Power-Architektur entwickelten CPUs sollen eine maximale Taktfrequenz von 2,5 Gigahertz erreichen. Das erste Modell, der PA6T-1682M, wird bereits mit 2 Gigahertz arbeiten. Merkmal des CPU-Neulings ist die modulare Bauweise. Diese erlaubt den einfachen Ausbau des Prozessors mit CPU-Cores, Speicher-Controllern, Cache und Serdes-Bausteinen. Die Leistungsaufnahme schwankt, je nach Beanspruchung zwischen fünf und 13 Watt. PA6T-1682M umfasst zwei DDR2-Speicher-Controller, zwei Megabyte L2-Chache und ein flexibles I/O-Subsystem, das die Kommunikation mit der Peripherie ermöglicht.

Kopf der Prozessorschmiede ist CPU-Guru Dan Dubberpuhl, der schon für die Entwicklung der CPU-Serien Alpha und StrongARM verantwortlich zeichnete. Sein Entwicklerstab umfasst 150 Techniker, denen auch Koryphäen aus der Entwicklung anderer führender Prozessor-Architekturen wie Opteron und Itanium angehören sollen. Die ersten Muster sollen im dritten Quartal 2006 auf den Markt kommen.

Gleich zur Markteinführung soll es eine Dualcore-Version geben, gefolgt von einem Singlecore-CPU Anfang 2007. Weitere Details wurden nicht preisgegeben, um der Konkurrenz keine Einblicke in die Entwicklerstrategie zu gewähren. Offenkundig sind nur die Einsatzgebiete: hochwertige Consumer-Mobilgeräte, Server-Blades und Netz-Infrastrukturen. (rm/mk)

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