Mehr Komfort in Office
Gut bedient mit Office 12

Office-AnwendungenSoftware

Der erste Blick auf Office 12 zeigt: Microsoft konzentriert sich auf eine bessere Bedienung und eine übersichtliche Oberfläche.

Neuerungen auf der Bedienoberfläche

Mehr Komfort in Office

Als größtes Funktions-Update seit Bestehen des Büropakets bezeichnet Microsoft vollmundig das nächste Office. PCpro-Redakteure hatten auf der Entwicklerkonferenz PDC Gelegenheit, eine Alphaversion des Office-Pakets (Codename »Office 12«) unter die Lupe zu nehmen.

Viele wichtigen Neuerungen sind bereits auf der Bedienoberfläche zu erkennen. Microsoft lässt unübersichtliche und wenig bedienerfreundliche Menüs sowie Dutzende von Symbolleisten komplett verschwinden. Ersetzt werden die Elemente durch das »Band«, auf Englisch Ribbon. Wie heute auf Reitern in Dialogboxen werden darin zu einer Aktion verfügbare Funktionen angezeigt, etwa im Menü Write in Word 12 die verschiedenen Schriftarten, Font-Größen, Hervorhebungen durch Strichstärke, Farbe oder Unterstreichungen. In Beispiel-Galerien auf dem Funktionsband oder per Mouse-over in Echtzeit am markierten Absatz wird visualisiert, wie der fertige Text aussehen könnte.


Weniger Klicks und kürzere Mauswege

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Im Vergleich mit aktuellen Office-Programmen werden Standardaufgaben wie das Erstellen eines Dokuments in Word oder das Rechnen mit Tabellen in Excel intuitiver. Weniger Klicks und kürzere Mauswege beschleunigen die Arbeit. Nachteilig ist indes, dass eine Rückkehr zu den alten Menüansichten nicht möglich ist. Benutzern steht es aber frei, die Reiter und Funktionsbänder individuell zu konfigurieren oder das Ribbon auszublenden. Um den bisherigen Office-Usern nicht zum Neueinsteiger zurückzustufen, hält Microsoft aber an allen Tastaturkürzeln fest. So wird der Keyboard-Zugriff auf ausnahmslos alle Funktionen versprochen.

In die Statusleiste wandert die Seitenansicht-Funktion. Umgesetzt hat Microsoft dieses Bedienelement als Zoom-Schieber. In Word, Excel und Powerpoint skalieren User damit ihre Layoutansicht stufenlos von der vergrößerten Darstellung bis hin zur Dokumentenstruktur im Thumbnail-Format mit verschiedenen Seitenansichten. Ansteuern lässt sich das Zoom per Mausrad oder dem bereits auf aktuellen Microsoft-Tastaturen vorhandenen Schieber-Bedienelement.


Word: Texte fix formatiert mit Floatie

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Texten und Formatieren in Word 12 will Microsoft so einfach wie möglich machen. Dabei helfen die Funktionsbänder und eine von den Redmonder Entwicklern intern als Floatie bezeichnete Schaltflächenbox. Sie erscheint innerhalb des Layouts an der Position des Mauszeigers. Markiert der User Wörter oder Absätze, zeigt Word die Toolbox automatisch an. Floatie bringt Formatierungen in Klickweite, ohne dass der Zeiger auf das Band am oberen Bildschirmrand bewegt werden muss. Solange sich der Mauszeiger über der Schaltflächenbox befindet, bleibt sie sichtbar. Bewegt der User die Maus an eine andere Stelle, verschwindet die Leiste.

Wie schon heute per OLE (Object Linking and Embedding) möglich, nutzt Word für Charts ab Version 12 die volle Excel-Funktionalität. Dabei tauscht die Textverarbeitung die Funktionsbänder mit der Tabellenkalkulation aus. Der Wechsel des Ribbon geschieht beim Einfügen einer Tabelle automatisch.


Excel: farbenfrohe Datenanalyse

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Tabellenkalkulatoren eröffnet Excel 12 neue Ansichten der Daten. Dazu zählt eine Layoutansicht, die zugleich als Druckvorschau dient. Außerdem gewähren neue Analyse-Tools einen rascheren Überblick über umfangreiche Tabellen. So heben Visualisierungen zum Beispiel die Top 10 der größten Zellenwerte in einer Matrix farblich hervor. Dieses Feature ermöglicht auch die Kategorisierung einer Tabelle in Gruppen hoher, mittlerer und kleiner Werte.

Leichter wird zudem das Bilden von Diagrammen. Auf einem separaten Band können Charts in einer Galerie-Auswahl verändert werden. Schaltflächen mit Echtzeitvorschau erlauben dem Nutzer das Neupositionieren und Formatieren von Achsenbeschriftungen oder Legenden.

Den Formeln platziert Microsoft auf einem eigenen Funktionsband. In Gruppen unterteilt, hat jetzt jede Formel einen Eintrag im Drop-down-Menü. Per Mouse-over erhalten die Anwender eine Beschreibung der dahinter liegenden Rechenfunktionen. Das Öffnen der Hilfe ist für das Verständnis einer Formel somit nicht mehr notwendig. Beim manuellen Einfügen einer Formel direkt in die Zellen ergänzt Excel 12 wie bisher die Funktion um alle notwendigen Argumente.


Powerpoint: Grafik statt Aufzählung

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Das Präsentationsprogramm wandelt künftig Text-Aufzählungen per Mausklick in ein Diagramm um. Diese Aufgabe übernimmt das Tool mit Codenamen IGX. User erzeugen damit etwa Baum-, Fluss- und Verlaufsdiagramme. Für das Ausschmücken der Slideshows nutzen Anwender künftig Folienübergänge und Sounds, die sie per Mouse-over in Echtzeit in der Vorschau sehen.

Inspektor löscht geheime Daten

Office ist im geschäftlichen Umfeld die meistgenutzte Applikation. Hier ist es wichtig, dass geheime Informationen in den Dokumenten, etwa in den Dokumenten-Eigenschaften von Word, auch geheim bleiben. Darauf reagiert Microsoft mit einer neuen Applikation. Der Document Inspector übernimmt Funktionen des Add-Ins zum Entfernen verborgener Daten, das heute von der Website Office Online geladen werden muss.

Der neue Inspektor prüft alle Office-Dateien auf verborgene Inhalte und beseitigt auf Knopfdruck die eventuell noch vorhandenen Überarbeitungs-Anmerkungen oder Einträge in den Dokument-Eigenschaften. Auf Wunsch verschwinden außerdem Daten in den Kopf- oder Fußzeilen, wenn der Document Inspector auf einzelne Files oder einen Stapel von Office-Dokumenten angesetzt wird. Mitarbeiter sollen sich Microsoft zufolge nach der Prüfung mit dem neuen Inspektionsprogramm sicher sein können, welche Informationen sie mit einem Dokument weitergeben.


Start: Herbst 2006

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Derzeit befindet sich die Office-Suite in der Pre-Beta-Phase, was einerseits heißt, dass noch Features hinzukommen, der Programmcode andererseits aber noch fehlerhaft ist. Die Microsoft-PCs mit Office 12 auf der PDC in Los Angeles reagierten mit Abstürzen auf die Anforderung der PCpro-Tester, Tabellen oder Diagramme in Word-Texte einzufügen.

Das Büropaket soll mit Windows Vista im zweiten Halbjahr 2006 in den Handel kommen, aber auch unter Windows XP lauffähig sein. Unter softblog. pcpro.de lesen Sie mehr Details zum kommenden Microsoft Office.