Lächerliche Enterprise Software
Wird Office Besserung geloben?

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Office und Outlook haben ihre Fehlerchen. Werden sie bei den nächsten Versionen behoben?

Exemplarischer Unsinn

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Auf der ‘Professional Developers Conference’ in der vorletzten Woche konnte man Bill Gates bei der Demonstration seines neuen Betriebssystems zusehen. Er dabei bezeichnete Office als “DIE exemplarische Anwendung für Windows.” In diesem Moment fiel ich fast vor Lachen vom Stuhl.

Als Rivale von Lotus Notes ist Outlook ein adäquater Champion Es ist aufgebaut auf dem guten alten Microsoft Mail und “profitiert” von Exchange Server (wenn das der richtige Begriff ist). Aber es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, die kein Exchange haben und sich auch nicht für Notes oder ähniches interessieren – und die trotzdem gezwungen werden, Outlook zu benutzen, weil sie ein Windows-Mobile-Smartphone gekauft oder geschenkt bekommen haben. Man stöpselt das Telefon in einen USB-Port an einem PC ein, und es sucht nach Outlook, um von dort Namen, Adressen und Telefonnummern zu übernehmen.

Datenaustausch – Spam ist inklusive
Aber wenn man nicht aufpasst, werden auch sämtliche E-Mails auf das Handy kopiert.

Das sollte man nicht leichtfertig vergessen. Das Handy füllte sich sehr schnell mit meinem absurd hohen Spam-Aufkommen. Beim Löschen lernte ich, was Geduld bedeutet, denn ich musste das mit dem Handy tun – Schritt für Schritt. Der gesamte Speicher war voll, was das Gerät zudem zu einer Schnecke auf Valium machte.

Ich versuchte, den Imap-Mail-Client in Outlook zu verwenden, um den Umfang des Spam-Downloads zu reduzieren, und – na ja, niemand glaubt mir, wie schlimm es war, wenn ich davon erzähle, also nehme ich an, ich bin der einzige Idiot, der das jemals probiert hat.


Alte Funktionen im neuen Gewand

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Als ich dann aber das neue Handy ausprobierte, war ich entzückt, dass ich jeden Eintrag in meinem Adressbuch finden konnte, indem ich einfach damit anfing, den Vor- oder Nachnamen oder die Telefonnummer zu tippen. PocketOutlook suchte im Hintergrund und fand in der Regel den gesuchten Namen, sobald ich drei Tasten gedrückt hatte. Noch nicht so in Windows-Outlook.

Immerhin: Die Firma LookoutSoft bietet ein Such-Utility für Outlook Mail an – und alles, was ich wirklich darüber sagen kann, ist, dass die Suche, die bislang in Outlook selbst eingebaut ist, das Lächerlichste ist, was ich seit langer Zeit gesehen habe.

Die Demo von Bill Gates zu Office 12, dem Musterbeispiel für “Longhorn” oder Vista – wie wir es jetzt nennen müssen -, hat mir ziemlich die Augen geöffnet. Es funktioniert (“taraaa!” – vgroßer Tusch und überraschte Blicke!) wie Pocket Outlook. Man gibt irgend etwas ein, und sofort beginnt das Programm, in seinem Index nachzuschauen und findet heraus, wo das Gesuchte ist und als was es sonst noch gekennzeichnet ist.


Vista kann, was Microsofts Handysystem schon beherrscht

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Outlook in Vista ist also in der Lage, wie Outlook auf dem Handy zu funktionieren. Nun, wir haben noch ein Jahr Zeit, bis wir das erleben werden. Die Bekanntmachung, dass es sich um eine “exemplarische Funktion von Windows Vista” handelt, macht mir allerdings Angst. Erinnert sich noch jemand an Windows 98 und FastFind?

Ich würde nicht darauf wetten, dass die neue Office-Index-Utility die Festplatte weniger zumüllt als es das berüchtigte FastFind seinerzeit tat. Aber was solls … man darf ja noch seine Träume haben, oder?