Bildbearbeitung: Adobe Photoshop Elements 4.0
Des Fotografen bester Freund

WorkspaceZubehör

Das für Anfang Oktober erwartete Photoshop Elements kommt mit vielen Neuerungen in den Bereichen Verwaltung, Bearbeitung und Präsentation. Großes Plus: Die vollständige Unterstützung von PDF-Dateien.

Testbericht

Bildbearbeitung: Adobe Photoshop Elements 4.0

Bereits die Vorversion war mit Abstand Sieger im Vergleichstest (siehe PCpro 3/2005). Mit der Kombination aus semiprofessionellen Bildbearbeitungsfunktionen und intuitiver Bedienerführung setzt das für Anfang Oktober erwartete Photoshop Elements 4.0 auf das gleiche Erfolgsrezept. Im ersten Praxistest ist die englische Betaversion, die jetzt mit der lange vermissten Unterstützung für das PDF-Format ausgestattet ist. Das vereinfacht die Sichtung von PDF-Dateien erheblich.

Überhaupt ist die Liste der Neuerungen, die die Kernbereiche Verwaltung, Bearbeitung und Präsentation umfasst, lang. Per Schieberegler verändert der Nutzer Hauttöne, rote Augen entfernt die Software nun bereits beim Bildimport von Digicam oder Speicherkarte. Auch wenn der Test zeigt, dass die Ergebnisse nicht immer perfekt sind, stellt diese Routine doch eine große Arbeitserleichterung dar.

Zwei neue Funktionen erleichtern das Freistellen von Objekten. Der Magic Selection-Pinsel funktioniert fast so wie das Standardwerkzeug Zauberstab. Der Unterschied: Um eine Maske zu erweitern oder zu reduzieren, muss der Anwender nicht mehr [Shift] oder [Alt] gedrückt halten. Der Magic Extractor basiert auf einem ähnlichen Grundprinzip: Mit dem Foreground-Pinsel klickt der Anwender einige Mal in das freizustellende Objekt; der Background-Pinsel dient zum Markieren des Hintergrunds. Anschließend berechnet die Software die Unterschiede und stellt das Objekt automatisch frei.

Die Performance dieser beiden Freistellfunktionen lässt im Betatest noch zu wünschen übrig. Zudem ist die Funktion Find Faces for Tagging noch nicht funktionsfähig. Diese Routine soll ein Foto analysieren, Personen finden und deren Köpfe markieren. Diese Markierungen lassen sich fortan als Tags verwenden. Abgesehen von der noch unterdurchschnittlichen Performance hinterlässt die Betaversion einen sehr guten Eindruck.


Testergebnis

Bildbearbeitung: Adobe Photoshop Elements 4.0

Hersteller: Adobe
Produktname: Photoshop Elements 4.0 (Beta-Test)

Internet: Adobe Homepage
Preis: 100 Euro (Aktuelle Software im testticker.de-Softwareshop)

Das ist neu
– vollständige Unterstützung von PDF-Dateien
– einfacheres Freistellen von Bildobjekten
– automatische Routine zum Entfernen roter Augen
– Schieberegler für Porträtfotos (Hauttöne)
– Face-Tagging-Funktion (in Beta nicht lauffähig)

Systemvoraussetzungen
Betriebssysteme: Windows 2000/XP
Prozessor: Pentium III/500
Arbeitsspeicher: 256 MByte

Fazit
Adobe ist es gelungen, eine bereits ausgezeichnete Software um praxisnahe Funktionen zu erweitern, ohne dass dies zu Lasten der Bedienung geht. Der Beta fehlen noch Performance und Face-Tagging.

Erster Eindruck: sehr gut