KFZ-Versicherung rechnet per GPS nach Kilometern ab

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Die österreichische Uniqa-Versicherung prüft, ob künftig eine Abrechnung der Autopolice nach tatsächlicher Nutzung möglich ist.

Mit einer im Vergleich zu derzeitigen Autoversicherungen extrem niedrigen Grundgebühr möchte die Uniqa-Versicherung künftig Kunden anziehen. Die tatsächlichen Kosten ergeben sich aus dem Risiko, das die Versicherungsgesellschaft trägt: Wer wenig fährt, Autobahnen bevorzugt und die Rush-Hour meidet, könnte künftig richtig viel Geld sparen.

Nötig ist im Auto eine kleine Blackbox. Sie ermittelt die aktuelle Position des Fahrzeugs per GPS und überträgt die Koordinaten per GSM an die Versicherungsgesellschaft. Dort erfolgt die Berechnung der Kosten.

Neben einem fairen Angebot hofft die Gesellschaft auch, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Wer beispielsweise private Telefonate Abends führt, um Geld zu sparen, könnte auch außerhalb vom Berufsverkehr zum Shoppen fahren. Denn das entlastet die Straßen, mindert das Unfallrisiko und das kommt letztlich wieder dem eigenen Geldbeutel zu Gute.

Darüberhinaus bringt die Blackbox noch weitere Neuerungen mit ins Auto: Neben einem GPS-gestützten Diebstahlschutz ließen sich bei einem Unfall Notrufe automatisch absenden. Außerdem wären beispielsweise Unwetterwarnungen denkbar.

Zunächst führen Uniqa und IBM eine gemeinsame Machbarkeitsstudie durch. Derzeit fahren bereits 20 Fahrzeuge mit einer Blackbox durch Österreich, im nächsten Jahr ist ein Testbetrieb mit einigen hundert Autos vorgesehen. Frühester Start des Angebotes wäre 2007. Das Ganze hört sich nach einer wirklich innovativen neuen Autoversicherung an. Sie ist wohl in erster Linien für Firmen gedacht, aber auch Privatanwender sollen das Angebot nutzen können. (ds)

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