Schlechtere Schulnoten wegen Computern

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Nicht nur der heimische PC, sondern auch der verstärkte Einsatz von Rechnern in der Schule, führt meist zu schlechteren Leistungen bei den Schülern.

Nach Auswertung der PISA-Daten kommen Forscher des ifo Institutes zu dem Ergebnis, dass die intensive Computer-Nutzung bei Schülern meist zu schlechteren Lernergebnissen führt. Etwa ein halbes Schuljahr liegt zwischen den Kenntnissen von Schülern, die einen PC zu Hause haben und denen, ohne Heimrechner. “Wird der Computer zu Hause für Computerspiele genutzt, geht dies auf Kosten des Lernens”, erklärt ifo-Bildungsexperte Ludger Wößmann. Allerdings haben die Untersuchungen auch gezeigt, dass sich die PISA-Leistungen leicht verbessern, wenn der Computer lernfördernd eingesetzt wird.

Eine moderate Computer- und Internetnutzung in Schulen zu Unterrichtszwecken kann ebenfalls einen positiven Einfluss haben. Wird ein bestimmtes Niveau jedoch überschritten, besteht die Gefahr der Verdrängung alternativer Unterrichtsformen, wie dem klassischen, tafelbasierten Unterricht, und es zeigen sich negative Effekte. “Unsere Ergebnisse besagen nicht, dass der Einsatz von Computern an Schulen prinzipiell kein positives Potential für Schülerleistungen hat”, verdeutlicht Wößmann, warnt aber vor einem großflächigen intensiven Einsatz von Computern in Schulen. “Die Computernutzung hat vermutlich andere effektivere Unterrichtsformen verdrängt. Wir benötigen nicht unbedingt mehr Computer, sondern ihren wirkungsvolleren Einsatz.” (dd)