Ermittlungen bei über 1000 Banken: LKA holt Infos zu Raubkopierservice-Nutzern ein

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Die Staatsanwaltschaft weitet Nachforschungen gegenüber Abonnenten des Dienstes ftp-welt.com massiv aus. Das Bundeskriminalamt hat zahlreiche Bankfilialen angeschrieben, um die Identitäten der Kunden des Raubkopier-Portals herauszufinden.

Nach Berichten des Nachrichtenmagazins Der Spiegel will das Landeskriminalamt Thüringen seine Ermittlungen im Zusammenhang mit dem im Herbst 2004 aufgeflogenen Portal für illegale Kopien ftp-welt.com (wir berichteten) jetzt massiv ausweiten. Die Staatsanwaltschaft dränge offenbar das Kriminalamt dazu, die Personalien der Kunden des Dienstes zu ergattern. Nun hat das LKA bundesweit 1009 Banken angeschrieben, um an die Daten der 15000 FTP-Welt-Kunden zu gelangen, die “illegal” Filme, Musik, Software und Spiele heruntergeladen hatten.

Das Nachrichtenmagazin ‘Der Spiegel’ zitiert in seiner kommenden Ausgabe einen Sprecher des LKA: “Derzeit liegen 1.003 Antworten vor, sechs Anfragen befinden sich noch in Bearbeitung”.

Noch ist aber unklar, gegen wie viele der Kunden schon ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde – darüber entscheiden die zuständigen Staatsanwaltschaften für die ermittelten Anschriften. So ist damit zu rechnen, dass ein großer Teil wegen Geringfügigkeit eingestellt wird. (mk)

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