100-Dollar-Notebook rückt näher

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Das bereits zu Jahresanfang angekündigte Billig-Notebook für Kinder in ärmeren Ländern könnte in Kürze auf den Markt kommen.

Nicholas Negroponte, Mitgründer des Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat Details zum geplanten 100-Dollar-Notebook bekannt gegeben. Die Geräte sollen mit einem 500-MHz-Prozessor und einem GByte Speicher ausgestattet sein; das Display unterstützt neben einem Farbmodus auch eine reine Schwarzweiß-Darstellung, die bei Sonneneinstrahlung besser abzulesen sein soll. Eines der Display-Designs wurde vom MIT entwickelt und soll nicht nur kaum Strom verbrauchen, sondern in einer 12-Zoll-Version nur 12 Dollar Herstellungskosten verursachen. Die Stromversorgung der Notebooks kann auf herkömmlichem Wege erfolgen, aber auch über eine Kurbel und einen Generator.

Als Betriebssystem kommt auf den Notebooks Linux zum Einsatz. Sie sind mit WLAN ausgerüstet und einem Mobilfunkmodul; zudem wird der Aufbau von Mesh-Netzwerken unterstützt.

Bei der Entwicklung arbeitet das MIT mit Google, AMD, News Corp., Red Hat und BrightStar zusammen, um zunächst zwischen 5 und 15 Millionen Testgeräte zu produzieren. Bis 2007 plant man bis zu 150 Millionen Geräte. Diese sollen dann im Rahmen des Projekts One Laptop per Child Kindern in ärmeren Ländern zur Verfügung gestellt werden. Derzeit verhandelt man Negroponte zufolge mit Brasilien, China, Thailand, Ägypten und Südafrika. (dd)

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