P2P-Debakel: Musikindustrie stellt Grokster-Chef, WinMX ist offline, eDonkey löst New Yorker Büro auf

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Die Musikindustrie will an allen Musikservices verdienen und den Dateitausch erschweren. Das mussten nun auch einige P2P-Netze spüren: WinMX war offline, eDonkey löste sein New Yorker Büro auf, und das verkaufte Grokster bekommt einen Chef aus der Musik-Industrie.

Die Dateitauschbörsen haben mit weiterem Druck zu kämpfen. So war das WinMX-Netzwerk am gesamten Mittwoch offline, wie das britische Onlinemagazin The Register berichtet. Zudem meldet die Nachrichtenagentur Reuters, eDonkey habe sein New Yorker Büro aufgelöst .

In der Woche zuvor hatte die RIAA, der Verband der US-Musikindustrie, sieben Briefe an Tauschbörsen gesendet. Enthalten war die Aufforderung zum Unterbinden illegaler Tauschaktionen. Empfänger waren Bearshare, Limewire und WinMX. Vor einigen Tagen erklärte Mashboxx, die Tauschbörse Grokster kaufen zu wollen. Heute ernannte Mashboxx mit Mike Bebel einen Mann zum CEO, der zuvor für Universal Studios, Pressplay und Roxio (Napster) legale Online-Musikservices aufbaute.

Das WinMX-Netz ging schließlich am Mittwoch komplett offline – vermutlich, um seinen Service von illegalen “Umtrieben” zu befreien, wird in einschlägigen Internet-Foren diskutiert. Oder, um zumindest die Texte auf den Websites juristisch sicher zu machen.

Doch auf lange Sicht, so ein Insider, ziehen wohl alle P2P-Netze auf das Vanuatu-Atoll, wo bereits KazAa sitzt. Die Domain-Endung “.vu” steht für so manchen inzwischen für “Viel Unterhaltung”. (mk)

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