Österreicher starten WiMAX-Netz

Netzwerke

Im Burgenland geht das schnelle Drahtlosnetz in Kürze online. Der Anbieter plant für Anfang 2006 auch ein “Indoor”-Empfangsgerät, das das schnelle Netz auch Bewohnern von Mietshäusern zugänglich macht, deren Hausverwalter keine Empfangsanlage auf Dach oder Balkon zulassen.

Die WiMAX Telecom, Tochter der Schweizer WiMAX Telecom AG Holding, startet noch im September 2005 ein drahtloses Breitband-Netz auf Basis der schnellen Funktechnik. Dies gab das Unternehmen gestern in Großpetersdorf bekannt. Der Betreiber plant auch die Einführung eines WiMAX-Netzes in der Slowakei und hat sich für Lizenzen in Polen beworben – in Deutschland stören offenbar zu viele Bürokratiehemnnisse und Konkurrenten. Die Lieferung und Installation des WiMAX-Netzes in dem Bundesland Österreichs übernahm der französische Telekommunikationsausrüster Alcatel.

Der Anbieter setzt auf den Standard IEEE 802.16a und arbeitet bei den Kundengeräten mit dem WiMAX-Chipsatz Intel PRO/Wireless5116.Theoretisch sind damit auf bis zu 25 km Distanz Übertragungsraten von 20 MBit/s erreichbar. In stark bebauten Gebieten erreicht WiMAX auch ohne Sichtverbindung einen Senderadius von bis zu 2 km.

Mit neuen “Indoor”-Empfangsgeräten soll der schnelle Datenfunk ab Anfang 2006 auch innerhalb von Häusern empfangbar sein, ohne eine gesonderte Antennenanlage aufbauen zu müssen.

Die WiMAX Telecom will in der Einführungsphase eine Monatsflatrate von 29,90 Euro für beliebigen Datentransfer oder VoIP-Gespräche verlangen. (mk)

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