Schlechte Aussichten für Mini-Festplatten wegen iPod nano

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Weil Apple künftig stärker auf Flash-Speicher setzt, schrauben die Analysten ihre Erwartungen in den Markt für kleine Festplatten kräftig nach unten.

Der von Apple Anfang September angekündigte Wechsel vom Festplatten-basierten iPod mini zum iPod nano auf Basis von Flash-Speichern wird nach Meinung von Marktforschern zu einem Einbruch auf dem Mini-Festplattenmarkt führen. Zwar treibe die steigende Zahl von Geräten wie MP3-Player, PDAs und Digitalkameras nach wie vor den Absatz von Ein-Zoll-Festplatten in die Höhe. Der Apple-Kurswechsel werde den Markt im kommenden Jahr aber entscheidend beeinflussen, glauben zumindest die Marktforscher von The Information Net.

Apples Stärke auf dem MP3-Markt werde den Kurs des Festplattenmarktes 2005 und 2006 verändern, zitiert das asiatische Branchenportal DigiTimes den Information-Net-Präsidenten Robert Castellano. Laut Castellano hatte Apple im vergangenen Jahr einen Anteil von 20 Prozent am gesamten MP3-Player-Markt. Auf dem Markt für Festplatten-basierte MP3-Player hielt das Unternehmen sogar 59 Prozent.

Allein wegen der Apple-Entscheidung reduzieren die Marktforscher nun ihre Absatzprognose für 2005 und 2006. Ursprünglich hatten sie für das laufende Jahr einen satten Sprung bei den Verkäufen von 8,7 auf 23,2 Millionen Festplatten prognostiziert. Nun rechnet The Information Net noch mit 20,2 Millionen verkauften Mini-Festplatten. Für 2006 wurde die Absatzprognose gar von 37 auf 19,8 Millionen fast halbiert.

“Die Produktlinie iPod mini ist eingestellt”, hieß es bei Apple Deutschland. Noch gebe es aber iPod minis bei den Händlern zu kaufen. Mögliche Auswirkungen des Wechsels von iPod mini auf nano für den Mini-Festplattenmarkt wollte man bei Apple nicht ausführlich kommentieren. Dazu sei der iPod nano viel zu kurz im Markt. Apple hat den iPod nano am 7. September in San Francisco vorgestellt. (dd)

( – testticker.de)

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