Portable DVD-Player im Test
Südsee im Handgepäck

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Eine lange Fahrt, ein verregneter Urlaubstag ? die Zeit rinnt wie zäher Honig. Jetzt in die Karibik beamen und Prinzessinnen auf einsame Piraten-Inseln entführen, das wärs! Wofür gibt es sonst portable DVD-Player?

Der Vergleich

Portable DVD-Player im Test

Langeweile ist tödlich. Vor allem für Kinder auf langen Autofahrten und für Urlauber im Regen. Zwei typische Situationen, in denen portable DVD-Player Rettung aus diesem Elend verheißen. Aber reicht der kleine Bildschirm für große Kinoträume? Und lässt der Ton überhaupt Kinostimmung aufkommen?
das Ergebnis vorneweg: Der Vergleichstest ist ernüchternd ausgefallen. Die Labormessungen ergeben durchweg schlechte Werte. Deshalb enthält die Testtabelle so düstere Noten wie noch nie. Um ganz sicherzugehen, ließen wir bei einem Gerät sogar zusätzlich ein Vormodell testen. Fakt ist: Für vergleichsweise viel Geld erhält man Geräte mit bestenfalls mittelmäßigen Leistungswerten. Viele halb so teure Standgeräte bieten eine bessere Bildqualität.
Besonders enttäuschend ist die Darstellung auf den eingebauten Displays. Schon rein rechnerisch betrachtet, können sie mit ihrer geringen Pixelzahl nur ein Viertel der DVD-Auflösung darstellen. Mangelnde Helligkeit, schwacher Kontrast und flaue, farbstichige Bilder verderben zusätzlich die Freude. Von Genuss also keine Spur.

Zwei Filme pro Akku
Ein bis zwei Filme schaffen die Geräte mit den mitgelieferten Akkus so gerade mal. Lediglich im Auto stellt sich das Problem der Stromversorgung nicht, da alle Modelle einen Adapter für den Zigarettenanzünder haben. Lobenswert ist bei allen die Ausstattung mit Netzgeräten, die auch Stromnetze mit 110 Volt vertragen. Dem Player von Sony liegt sogar ein zweites Netzkabel mit einem Stecker für England und einige andere Regionen bei. Allerdings ziehen drei der vier Netzgeräte im Standbybetrieb (bei ausgeschaltetem Player) mehr als ein Watt Strom. Nur das von Sony begnügt sich mit 0,4 Watt.


Für Autofahrten

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Bei aller Kritik gibt es dennoch Einsatzbereiche, in denen portable DVD-Player ihren Zweck gut erfüllen. Für kurzweilige Unterhaltung bei Autofahrten kommt es zum Beispiel nicht auf exzellenten Ton und oscarreife Videoqualität an. Auch für Zeichentrickfilme reichts allemal. Im Wochenendhaus, in der Ferienwohnung und im Hotel stehen meist Fernsehgeräte geringer Güte oder mit kleinem Bildschirm herum. Dann ist die Qualität eines portablen Players ohnehin höher als die des TV-Geräts vor Ort und damit ausreichend.
Noch eine sinnvolle Anwendung: Alle Testgeräte beherrschen die Wiedergabe von JPEG-Bildern und eignen sich daher gut für das gemeinsame Betrachten von Digitalfotos. Allerdings besitzt leider keines der Modelle einen USB-Anschluss. Sonst wäre auch das Betrachten neu aufgenommener Bilder direkt aus der Kamera möglich.

Bildwiedergabe
Bilder vom Memory Stick kann der MV 700 HR von Sony zwar wiedergeben nur verwenden Digitalkameras in der Regel keine Memory Sticks, sondern SD- und MMC-Karten. Dennoch verdient die Idee Anerkennung. Auch sonst sind die Laborwerte des Sony-Players bei Farbtreue, Bildauflösung, Detailkontrast, Helligkeit und Gesamtkontrast im Vergleich zu den Mitbewerbern so gut, dass ihm der erste Platz zukommt. Beim Zubehör jedoch ist Sony ungewöhnlich knausrig: Es liegen weder ein Akku noch ein AV-Kabel bei.

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Darstellung

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Etwas ungewöhnlich, aber praktisch ist die Klappform. Durch das nach außen gekehrte Display lässt sich der Player sehr gut im Auto einbauen ideal für Eltern mit Kindern, die auf langen Fahrten oft quengelig werden.
Der HSD 711 von Xoro überraschte mit einer besonders schlechten Darstellung auf dem eingebauten Display. Blaustichige, schwache Farben, eine auffallende Zeilenstruktur und Bildschlieren prägten den ersten Eindruck. Die Laborwerte bestätigten ihn.
Allerdings ließen die Werte am Video-Ausgang eine deutlich bessere Qualität erkennen, auch wenn das Vektordiagramm deutlich erkennbare Pegel- und Phasenabweichungen im Signal zeigte.
Besonders beim Videofrequenzgang und bei der Detailschärfe punktet der Player von Xoro mit ähnlich guten Werten wie der Player von Sony. Beim digitalen Audio-Ausgang jedoch missfällt der hohe Jitter (eine Asynchronität des Tonsignals), der bei empfindlichen Verstärkern zu Tonausfällen führen kann.
Der mechanische Aufbau ist durchweg gut. Die eingebauten Lautsprecher verzerren allerdings schon bei geringer Lautstärke. Von allen Kandidaten gefällt uns Xoros Lösung mit dem flachen Akku als Untersatz am besten. So nehmen die Dicke und das Gewicht des Geräts mit angeflanschtem Akku zwar zu, die Form bleibt aber gleich: Es gibt keine hervorstehenden Wülste und Kabel. Der Player von Xoro empfiehlt sich angesichts des geringen Preises vor allem für Leute, die ihn bevorzugt an TV-Geräten einsetzen wollen.


Schwächen

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Die beiden Geräte von Mustek haben einige Schwächen gemeinsam: Beiden fehlt zum Beispiel eine Beschreibung des Herstellers, mit welchen Kabeln S-Video und progressiver Ausgang anzuschließen sind. Das YUV-Progressive-Signal lässt sich im Menü zwar anwählen, aber nur mit einem speziellen Kabel nutzen, da das Signal invertiert ist. Und wer mit dem Menü spielt, kann versehentlich in den progressiven Modus umschalten ein Fehler, der in einer schrecklichen Sackgasse endet. Denn da nach dem Umschalten auf einem normalen TV-Gerät oder Beamer kein Menü mehr zu sehen ist, ist auch kein Zurückschalten möglich. Hier wäre eine gesicherter Wechsel mit Sicherheitsabfrage und automatischem Rücksprung zum Normalmodus sinnvoller.

Minimale Unterschiede
Die Trennung der Signalbestandteile beim S-Video-Signal erweist sich ebenfalls als mangehaft: Das BAS-Signal enthält noch Farbanteile. Dadurch erreicht das Signal nicht seine maximale Qualität. Interessanterweise schneidet das Modell PL407HM mit dem kleineren Display insgesamt etwas besser ab, als der PL408HM mit dem größeren Display. Die Unterschiede sind aber minimal.
Vor allem die umfangreiche Ausstattung ist ein Plus der Mustek-Geräte. Sie eignen sich vor allem für Anwender, die sowohl unterwegs auf dem eingebauten Display als auch an Fernsehgeräten DVDs gucken wollen und für diesen Zweck eine kompakte Komplettlösung suchen.


Ausstattung

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Die Ausstattung aller vier Prüflinge ist gut. Sie verstehen sowohl PAL als auch NTSC und jedem der Geräte liegt ein Netzteil bei, das Spannungen zwischen 100 und 240 Volt akzeptiert. Am vollständigsten präsentieren sich die beiden Modelle von Mustek. Sie werden mit Akku und Tragetasche geliefert. Das Sony kommt ohne Akku, dafür aber mit Montageteilen zur komfortablen und stabilen Befestigung im Auto. Der Player von Xoro wird mit Akku, aber ohne Tasche geliefert. Lobenswert ist die Vielzahl von DVD- und CD-Formaten, mit denen die Kandidaten zurechtkommen.

Der Player von Sony erhält Zusatzpunkte für seinen Infrarot-Kopfhöreranschluss und einen Memory-Stick-Steckplatz sowie die Fähigkeit, Audio-CDs abzuspielen. Das eingebaute Display enttäuschte bei allen Kandidaten. Am besten schneidet noch Sonys MV 700 HR ab: Seine höchste Display-Auflösung liegt bei 3 MHz, die der anderen bei 2 MHz. Außerdem ist er gute 249 cd/m2 hell. Der Kontrast ist mit 250:1 ebenfalls der Testspitzenwert.

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Xoro HSD 711

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Produkt: HSD 711
Hersteller: Xoro
Internet: www.xoro.de
Preis: 249,00

TECHNI
SCHE DATEN

Maße mit Akku (H x B x T): 156 x 190 x 30 mm
Gewicht (g):867/1348 (mit Akku)
Stromverbrauch Betrieb/Standby: 11,6/1,7 W
Bildschirm (sichtb. B x H): 154 x 86 mm, TFT
DVD/CD-Formate: CD-R/RW, DVD+/-R/RW
Dateiformate: DVD, MPEG 4, DivX, XviD, S-VCD, VCD, MP3, JPEG, Kodak Picture-CD
Audio-Ausgänge: analog (Stereo, Klinke 3,5), digital (koax., DTS, AC-3, PCM)
Video-Ausgänge:Composite, S-Video (Y/C)
Besonderheiten: nein

AUSSTATTUNG
Zubehör: Fernbedienung, Akku, Netzteil, Auto-Adapter, Audiokabel analog/digital, Videokabel, S-Videokabel, Kopfhörer

AUSSTATTUNG
Anschlüsse: 80%
CD-/DVD-Formate: 90%
Dateiformate: 80%
Fehlerkorrektur (DVD/CD): 85%
Zubehör (mitgeliefert): 80%

KOMFORT
Menüaufbau/Navigation: 80%
Fernbedienung: 80%
Benutzerführung/Handbuch: 80%

BILD & TON
Bildqualität Videoausgang: 80%
Bildqualität Display: 50%
Tonqualität: 75%

Gesamtwertung: befriedigend

Fazit: XORO HSD 711, der Scharfe. Der preiswerte DVD-Player von Xoro liefert am Videoausgang detailreiche Bilder.


Sony MV 700 HR

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Produkt: MV 700 HR
Hersteller: Sony
Internet: www.sony.de
Preis: 529,00

TECHNISCHE DATEN
Maße mit Akku (H x B x T): 155 x 220 x 43 mm
Gewicht (g):854
Stromverbrauch Betrieb/Standby: 14,2/0,4 W
Bildschirm (sichtb. B x H): 152 x 85 mm, TFT
DVD/CD-Formate: Audio, CD-R/RW, DVD+/-R/RW
Dateiformate: Audio-CD, DVD, DivX, XviD, S-VCD, VCD, CD-DA, MP3, JPEG
Audio-Ausgänge: analog (AV-Kombi, 3,5), digital (optional, Dolby Digital, DTS, LPCM)
Video-Ausgänge:Composite
Besonderheiten: Infrarot (Kopfhörer), Memory-Stick-Slot (MP3, JPG)

AUSSTATTUNG
Zubehör: Fernbedienung, Netzteil, Auto-Adapter, Tasche, Tragriemen, Akkuhalter, Montagestation, Lithiumbatterie

AUSSTATTUNG
Anschlüsse: 85%
CD-/DVD-Formate: 100%
Dateiformate: 80%
Fehlerkorrektur (DVD/CD): 80%
Zubehör (mitgeliefert): 75%

KOMFORT
Menüaufbau/Navigation: 80%
Fernbedienung: 85%
Benutzerführung/Handbuch: 90%

BILD & TON
Bildqualität Videoausgang: 85%
Bildqualität Display: 75%
Tonqualität: 85%

Gesamtwertung: gut

Fazit:
Sony MV 700 HR, der Sieger Der Testsieger eignet sich durch seine Bauweise mit dem außen liegenden Display besonders gut fürs Auto.


Mustek PL407HM

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Produkt: PL407HM
Hersteller: Mustek
Internet: www.mustek.de
Preis: 185,00

TECHNISCHE DATEN
Maße mit Akku (H x B x T): 160 x 215 x 47 mm
Gewicht (g):848/1321 (mit Akku)
Stromverbrauch Betrieb/Standby: 15,2/2,6 W
Bildschirm (sichtb. B x H): 154 x 87 mm, TFT
DVD/CD-Formate: CD-R/RW, DVD+/-R/RW
Dateiformate: DVD, MPEG 4, DivX, XviD, WMV, S-VCD, VCD, MP3, JPEG, Kodak Picture-CD
Audio-Ausgänge: analog (Stereo, Klinke 3,5), digital (koax.)
Video-Ausgänge:Composite, S-Video (Y/C), Progressive Scan
Besonderheiten: nein

AUSSTATTUNG
Zubehör: Fernbedienung, Netzteil, Auto-Adapter, Tasche, Tragriemen, Dockingstation mit Akku, Audiokabel, Videokabel, Kopfhörer

AUSSTATTUNG
Anschlüsse: 85%
CD-/DVD-Formate: 90%
Dateiformate: 85%
Fehlerkorrektur (DVD/CD): 85%
Zubehör (mitgeliefert): 85%

KOMFORT
Menüaufbau/Navigation: 80%
Fernbedienung: 80%
Benutzerführung/Handbuch: 85%

BILD & TON
Bildqualität Videoausgang: 70%
Bildqualität Display: 60%
Tonqualität: 80%

Gesamtwertung: gut

Fazit: MUSTEK PL407HM, der Preiswerte ist reichlich mit Zubehör ausgestattet – der DVD-Player ist ein echtes Schnäppchen.


Mustek PL408HM

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Produkt: PL408HM
Hersteller: Mustek
Internet: www.mustek.de/ger
Preis: 225,00

TECHNISCHE DATEN
Maße mit Akku (H x B x T): 160 x 215 x 47 mm
Gewicht (g):848/1321 (mit Akku)
Stromverbrauch Betrieb/Standby: 13,1/2,6 W
Bildschirm (sichtb. B x H): 196 x 105 mm, TFT
DVD/CD-Formate: CD-R/RW, DVD+/-R/RW
Dateiformate: DVD, MPEG 4, DivX, XviD, WMV, S-VCD, VCD, MP3, JPEG, Kodak Picture-CD
Audio-Ausgänge: analog (Stereo, Klinke 3,5), digital (koax.)
Video-Ausgänge:Composite, S-Video (Y/C), Progressive Scan
Besonderheiten: nein

AUSSTATTUNG
Zubehör: Fernbedienung, Netzteil, Auto-Adapter, Tasche, Tragriemen, Dockingstation mit Akku, Audiokabel, Videokabel, Kopfhörer

AUSSTATTUNG
Anschlüsse: 85%
CD-/DVD-Formate: 90%
Dateiformate: 85%
Fehlerkorrektur (DVD/CD): 90%
Zubehör (mitgeliefert): 85%

KOMFORT
Menüaufbau/Navigation: 80%
Fernbedienung: 80%
Benutzerführung/Handbuch: 85%

BILD & TON
Bildqualität Videoausgang: 70%
Bildqualität Display: 60%
Tonqualität: 75%

Gesamtwertung: gut

Fazit: MUSTEK PL408HM – der Grosse: Keine große Klappe, aber ein großes Display. Das zeichnet diesen Player von Mustek aus.


PdiX-700 von Yamada

Portable DVD-Player im Test

Die äußere Form des PdiX-770 ähnelt auf den ersten Blick dem MV 700 HR von Sony. Bei beiden Geräten sitzt das Display außen. Auch die Maße des Bildschirms sind gleich (153 x 85 mm TFT).
Allerdings besitzt das Modell von Yamada an der rechten Seite ein Slot-in-Laufwerk (die DVD wird automatisch eingezogen). Ein Klappmechanismus wie bei den getesteten vier Modellen entfällt deshalb. Der PdiX-770 besteht aus einem einzigen Block von der Form und dem Gewicht eines dicken DIN-A5-großen Buchs (755 g/1029 g mit Akku).

Einfache Handhabung
Und weil man ihn beim Einlegen einer DVD nicht aufklappen muss und die Grundbedienung über sechs kleine Tasten an der Vorderseite erfolgt, ist auch die Handhabung so einfach wie der Umgang mit einem Buch. Für unterwegs muss allerdings ein Akkuhalter an die Unterkante geklemmt werden. Warum die Stromversorgung mit diesem Akkupack nicht über Kontakte am Halter direkt hergestellt wird, sondern über ein seitliches Kabel, bleibt ein Rätsel. Außerdem hat der Halter zwar kleine Füßchen darauf stehen kann der DVD-Player aber kaum: Da der Halter schmal und an der Unterseite gewölbt, die am Player eingebaute Stütze für diese Kombination aber zu kurz ist, droht der Yamada mit aufgesetztem Akku ständig umzukippen.

Zubehör
Das mitgelieferte Zubehör ist angemessen reichhaltig: Tragetasche, Netzteil, Kopfhörer, Fernbedienung, Auto-Adapter, Audio-/Videokabel und eine Tasche zum Befestigen des Players im Auto. Die Bedienungsanleitung ist zwar etwas dünn, aber leicht zu lesen und verständlich. Im Sehtest schneidet der PdiX-700 sogar besser ab als die Geräte aus dem Test. Für einen objektiven Labortest erreichte das Gerät die Redaktion leider zu spät. Straßenpreis: etwa ab 260 Euro.