Deutsche Firma baut Telekommunikationsnetz im Irak

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Das Bautzener Unternehmen Sphairon freut sich über einen Großauftrag für die Telefonnetzausrüstung in As Samawah, nordwestlich von Basra. Weitere Projekte sind vorgesehen.

Die Pressemitteilung beginnt mit “Bagdad/Bautzen”, was vielen Menschen erst einmal Kopfzerbrechen bereitet. Doch so kompliziert ist es nicht, auch wenn der Auftraggeber einen babylonischen Namen trägt: Die Bautzener Firma Sphairon Access Systems, die als Telekommunikationsausrüster von Anschlussgeräten für ISDN und ADSL mehr oder weniger im Schatten der großen Telekom-Konzerne agiert, erhielt von der irakischen Telefongesellschaft Babelcom einen Großauftrag in Millionenhöhe für den Ausbau des lokalen Telefonnetzes in As Samawah.

Es handelt sich um ein “Fixed Wireless System”, das die Verbindung zum Kunden von der Vermittlungsstelle mittels Funktechnologie herstellt. So können die Netzteilnehmer innerhalb kürzester Zeit nach Montage der Sendemasten telefonieren und surfen.

Sphairon spricht von hohen Reichweiten und geringer Störanfälligkeit auch bei extremen Wetterbedingungen – womit sich die Firma schließlich gegen die Konkurrenz aus anderen Ländern durchsetzen konnte. Die Bereitschaft des Unternehmens, sofort und unter erschwerten Bedingungen mit dem Aufbau eines Netzes zu beginnen, wird von den Irakern begrüßt.

In einem zweiten Schritt soll das irakische Telekommunikations-Netz mit digitaler IAP-Technologie für höherwertige Internetdienstleistungen ausgebaut werden – man verhandele bereits über ie Umsetzung.

Das Unternehmen ist sehr zuversichtlich, weil es bereits in verschiedenen Ländern Südamerikas, Asiens und zuletzt mehrfach im Yemen umfangreiche Telekommunikationsprojekte umsetzte. (mk)

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