Apple Expo: Steve Jobs greift Musikindustrie an

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Der Vorzeige-Unternehmer hält die Musikkonzerne für gierig und greift deren Versuch an, von iTunes höhere Preise zu verlangen: “Wenn die Preise steigen, kehren die Leute zurück zur Piraterie”.

Auf der Apple-eigenen Messe Apple Expo in Paris hat Steve Jobs Flagge bekannt: Die Musikkonzerne seien raffgierig, ein Musiklabel habe starke Preiserhöhungen verlangt, andere würden mit Preisen experimentieren wollen. Damit bestätigte Jobs die Gerüchte, nach denen Musikkonzerne Preissteigerungen für aktuelle Hits im Musikangebot iTunes vom Anbieter mit dem angebissenen Apfel-Logo erzwingen wollen.

Der Online-Verkauf sei doch für die Musikindustrie hoch profitabel, polterte Jobs, sie würden mehr Geld pro Song über iTunes machen als sie dies mit CD-Verkauf erreichten. 75 Prozent der Song im iTunes-Katalog, darunter viele ältere Werke, würden mindestens einmal im Monat heruntergeladen. Bei einer Preiserhöhung würden alle Seiten nur verlieren und die Downlodrate sinken. Wenn iTunes teurer würde, kehrten die Leute zurück zur Piraterie. Und das würden die Labels doch nicht wollen, schmunzelte Jobs.

In den USA hat iTunes einen Marktanteil von 82 Prozent, der Musikplayer iPod hat sich weltweit 22 Millionen Mal verkauft. Jobs zählt darauf, dass die Musikkonzerne auf diese Potential nicht verzichten wollen. (mk)

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