Bald keine PC-TFTs mehr aus Japan

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Die Konkurrenz aus Taiwan und Korea überschwemmte den Markt mit günstigen Gräten. Nun steigen die japanischen Hersteller, die den ruinösen Preiskampf nicht mehr mitmachen wollen, aus dem Geschäft mit PC-Bildschirmen aus.

Der japanischen Wirtschaftszeitung Nihon Keizai Shimbun zufolge wollen gleich mehrere große japanische Produzenten von TFT-Monitoren das Handtuch werfen. Die niedrigen Margen durch den Konkurrenzdruck aus Korea und Taiwan seien für die Untenehmen in einem Hochlohnland wie Japan nicht tragbar. Preissenkungen um 40 bis 50 Prozent im vergangenen Jahr, bei denen die japanischen Firmen nicht mithalten konnten, reduzierten den Marktanteil von 47 Prozent (im Jahr 2000) auf 15 Prozent (2005).

Damit das “Land des Lächelns” sein frohes Gesicht behalten kann, wollen einige japanische Unternehmen nun schrittweise ihre LCD-Produktion auf kleine Handy-Panels und große Fernsehbildschirme umstellen.

So will etwa Mitsubishi Electric bis 2008 ganz aus dem Markt ausgestiegen sein. Man habe den Anteil der PC-Displays in der Produktion bereits dieses Jahr auf 15 Prozent reduziert und wolle ihn nächstes Jahr auf 10 Prozent senken.

Hitachi Displays ist bereits dabei, seine Herstellung komplett umzustellen und nur noch 10-Zoll-Handy-Anzeigen und Fernseher zu produzieren. Der Umsatz mit PC-Bildschirmen soll in diesem Geschäftsjahr – gewollt – von 795 Millionen Dollar auf 377 Millionen Dollar sinken.

Toshiba Matsushita Displays will seine Kapazitäten halbieren, berichtet der japanische Wirtschaftsdienst.

So ist wohl damit zu rechnen, dass in etwa einem Jahr die TFT-Preise wieder steigen werden, kommentieren die japanischen Journalisten. (mk)

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