Kreditkartenbetrüger werden zu modernen Robin Hoods

SicherheitSicherheitsmanagement

Brian Krebs, Autor der Zeitung Washington Post, wollte eigentlich einen Artikel über Identitätsdiebstahl schreiben. Bei seinen Recherchen stieß er allerdings auf ganz andere Töne: Kreditkartenbetrüger verwendeten gestohlene Kartennummern, um Spenden für die Opfer des Hurricans Katrina zu bezahlen.

Wie der Washinton-Post-Autor in seinem Sicherheits-Weblog “Security Fix” erklärt, stieß er bei seinen Recherchen in”obskuren” Chat-Kanälen auf Unterhaltungen von Phishing-Betrügern. Diese spielten sich als moderne Robin Hoods auf: Den einen stehlen, den anderen geben. Mächtig stolz waren sie darauf, an die Opfer des Hurricans Katrina gespendet zu haben – allerdings mit Hilfe ergaunerter Kreditartendaten.

Die Betrüger veröffentlichten sogar die Spendenbescheide, die sie vom Amerikanischen Roten Kreuz bekamen. In seiner Nachricht beschreibt ein “Phisher”, welches seiner Opfer quasi 250 Dollar an den “Katrina Relief Fund” gezahlt hat – mit Name und Kreditkartennummer der ausgenommenen Dame.

Krebs leitete die Konversationsprotokolle an das Rote Kreuz weiter, um herauszufinden, ob die Behauptungen tatsächlich nachvollziehbar waren.
Seit er die Geschichte im Weblog veröffentlichte, bekam der Autor weitere Beweise, dass die Geschichte wahr ist: zwei Opfer meldeten sich bei ihm.

Bei einem war für den “Islamic Relief” gespendet worden. Der Service startete eine 2-Millionen-Dokkar-Spendenkampagne für muslimische Opfer des Wirbelsturms in den USA. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen