High-End-Server
Könnte der Itanium Windows ganz nach oben bringen?

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Server, die mit Intel Itanium Chips und Windows laufen, könnten für die Schlachtschiff-Unix-Systeme eine echte Herausforderung darstellen meint zumindest Martin Banks.

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Könnten Server mit Itanium Prozessoren, auf denen Windows läuft, bald in die von RISC-Unix dominierte Welt der für die Unternehmen entscheidenden grossen Computersysteme vordringen?

Das klingt unwahrscheinlich aber sowohl Intel als auch Microsoft sind ernsthaft davon überzeugt, dass dies möglich ist. Inzwischen plant HP, ein Mit-Designer des Itanium und starker Befürworter des Servers auf Itanium Basis, seine PA-RISC Prozessor Familie einzustellen und hat keinen Plan B, auf den das Unternehmen zurückgreifen kann.

Die gängige Meinung jedoch deutet darauf hin, dass der Itanium sich einem harten Kampf stellen muss. Der Windows Server zeigt gute Ergebnisse in kleinen und mittleren Unternehmen sowie auf Abteilungsebene in größeren Firmen. Aber ans obere Ende des Marktes muss er als eine ernsthafte Alternative erst noch vordringen. Das ist noch immer das Land von Unix und dessen potentieller Herausforderer ist mit großer Wahrscheinlichkeit sein Open-Source Abkömmling Linux.

Auch bietet Itanium – und selbst Itanium 2 – hinsichtlich der Leistung nicht die Art von Vorzügen, die das Interesse von vielen Firmen wecken könnten – außer (vielleicht) denjenigen, die bereits sehr stark mit HP verflochten sind.

Die meisten Leute, die Microsoft Systeme mit 64bit Potential wollen, werden wahrscheinlich in die Richtung der 32bit-erweiterten x86 Chips gehen, wie z.B. Opteron von AMD und Xeon von Intel statt sich für einen reinen 64bit Itanium zu entscheiden.

Aber Microsoft, Intel und HP erklären, dass sich dies zum Jahresende verändern wird, wenn die zweikernige Montecito-Version von Itanium herauskommt. Horst Kanert, bei HP Chef für die Itanium Server in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika hat neulich bei einem Seminar in Dublin zugegeben, dass die Leistung der frühen Itanium Systeme enttäuschend war. Aber er behauptete, dass die Einführung des zweikernigen Montecitos die Lage sehr stark verbessern werde.

Die Leistung wird um mindestens 50 Prozent steigen, wahrscheinlich sogar mehr, und jeder Kern kann gleichzeitig vier Threads bewältigen. Montecito wird auch Intel’s Vanderpool Virtualisierungstechnologie beinhalten, die die Konsolidierung und Datencenteranwendungen unterstützen könnte.

Kanert prophezeit, dass Benchmarks, wie die von SAP spezifizierten, die Attraktivität der neuen Prozessoren aufzeigen werden und dass die Montecito Integrity Server einen wesentlich besseren Durchsatz bieten werden. Kanert sagt weiter, dass Montecito eine derartige Veränderung bewirken wird, und dass er sich vorstellen kann, wie Integrity Server mit Windows, bis zum nächsten Sommer einen Marktanteil von den Anbietern der schweren Unix Maschinen abtrotzen können.