Ex-Angestellter wirft Microsoft Inkompetenz vor

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Der Prozess zwischen Google und Microsoft fördert immer mehr Peinlichkeiten zutage.

Der ehemalige Leiter von Microsoft China, Kai-Fu Lee, ist derzeit Gegenstand einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen seinem ehemaligen Arbeitgeber und seinem nächsten, Google.

Der Redmonder Riese hatte gegen den Wechsel unter Verweis auf mögliche Weitergabe von “Handelgeheimnissen” geklagt. Jetzt packt Lee aus: am Dienstag sagte er vor Gericht aus, es sei ein Tiefpunkt in seiner Karreie gewesen, von Bill Gates persönlich angeschrien und beschimpft worden zu sein. Dieser habe ausserdem behauptet, Microsoft wäre vom chinesischen Volk und seiner Regierung über den Tisch gezogen worden, wobei nach Lees Aussage Gates einen sehr viel umgangssprachlicheren, aus dem intimen Bereich stammenden Begriff verwendet hätte.

Lee schrieb zuvor in einer Email an andere Microsoft-Angestellte von einer auffallenden, enttäuschenden Inkompetenz des Unternehmens. Jahre seien ohne greifbares Ergebnis verschwendet worden, vor allem durch die Aufsplitterung in etwa 20 unabhängig operierende Unternehmensteile.

Microsoft-Chef Ballmer widersprach dieser Darstellung und behauptete, sein Unternehmen habe durch Versuch und Irrtum “eine Art geheimer Sauce” entwickelt, die den Erfolg in China garantiere. (fe)

Autor: fritz
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