Unix-Funktionen finden ihren Weg in Windows Server-Systeme

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Microsoft strebt bessere Zusammenarbeit mit anderen Plattformen an, heißt es offiziell. Der Software-Riese nimmt endlich 20 Jahre alte bessere Funktionen auf, meinen die Kritiker.

Microsoft will die Zusammenarbeit seiner Server-Betriebssysteme mit mit anderen Plattformen verbesern, indem verstärkt Unix-Features integriert werden. Wie Sam DiStasio, Director der Windows Server-Abteilung, kündigte gegenüber US-Branchendiensten an, dass die ersten Schritte der verstärkten Unix-Integration in Release 2 des Windows Servers 2003 zu finden ein wird. Dieses kommt am Jahresende in den Handel.

Die bisher erhältlichen “Services For Unix” (SFU), die zusätzlich installiert werden mussten, werden nicht mehr als eigenständiges Produkt weiterentwickelt. Deren Quellcodes sind allerdings die Basis für weiterentwickelte Unix-Funtionen, die tief ins Windows-System integriert werden sollen.

Durch die Integration in eine erweiterte Systemarchitektur des Windows Servers können so auch Unix-APIs in Windows-Programmen verwendet werden. Tools, die Server-Admins bisher nur aus Unix aufrufen konnten, stehen so auch im Windows-Server bereit. Damit geht Microsoft im Grunde den umgekehrten Weg des Linux-Wine-Projekts, das den Aufruf von Windows-Funktionen unter dem offenen Betriebssystem erlaubte. “Gut geklaut ist halb gewonnen”, heißt es nun in Linux-Foren im Netz. Microsoft lerne eben schnell, kontern die anderen. (mk)

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