Notebooks mit Widescreen
Filme im 16:9-Format

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Eine neue Generation starker Mobilrechner rüstet mit 16:9-Displays. Die neuen Bildschirme sind durchweg lichtstark.

Breitbildschirme

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Noch vor gar nicht so langer Zeit waren Breitbildschirme die Ausnahme im Laptop-Universum. Mittlerweile sind sie fast Standard und drängen die klassischen 4:3-Displays in eine Außenseiterrolle. Die größten Vorteile der neuen Breitbildschirme liegen zum einen beim Arbeiten in Office-Applikationen und zum anderen beim Anschauen von DVD und Video. Büroarbeiter profitieren von den Großdisplays, da sie jetzt mehr Informationen nebeneinander unterbringen und zum Beispiel Excel-Tabellen besser zu überschauen sind. Für Movie-Fans dagegen sind die Breitbilddisplays interessant, weil Filme im Kinoformat nur noch minimale schwarze Randstreifen brauchen.

Verzerrungen bei 3D-Games
Widescreen-Displays bieten jedoch nicht nur Vorteile. Die Darstellung von vielen 3D-Games ist verzerrt, da die Breitformate keine automatische Entzerrung der 4:3-Bildinhalte unterstützen beziehungsweise viele Spiele keine 16:10-Auflösungen anbieten. Das Ergebnis ist dann ein gestauchtes Bild, das den Spielgenuss in den meisten Fällen spürbar stört. In dieser Hinsicht nimmt Sony eine positive Vorreiterrolle ein. Praktisch alle Widescreen-Notebooks dieses Herstellers schalten bei 4:3-Inhalten automatisch in einen 4:3-Modus und stellen das Bild korrekt dar. Allerdings sind dann am linken und rechten Displayrand schwarze Balken zu sehen, die den auf 4:3-Displays oben und unten eingeblendeten Streifen bei der Wiedergabe von Filmen im 16:10-Kinoformat entsprechen.
Die gute Qualität moderner Displays erlaubt zudem einen bedenkenlosen Einsatz im Freien. Bildschirme mit hoher Leuchtstärke und satten, brillanten Farben sind die Markenzeichen fast aller hochwertigen Notebooks. Allerdings gibt es auch hier deutliche Unterschiede.


Leuchtstärke

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Die X-Black-Display-Technologie von Sony garantiert zum Beispiel eine ungewöhnlich hohe Leuchtstärke von rund 300 cd/m2 ein Wert, den Produkte anderer Hersteller nicht erreichen. Die meisten Displays kommen lediglich auf 120 bis 180 cd/m2, was für ein entspanntes Arbeiten immer noch locker ausreicht. Sonys X-black hat aber auch einen Nachteil. Das Display spiegelt aufgrund der speziellen Konstruktion so stark, dass man Leuchtquellen hinter sich tunlichst meiden sollte. Solange aber kein direktes Licht auf den Schirm strahlt, gibt es hier das mit Abstand beste Bild.

Mobilprozessoren bringen hohe Leistung
Die Leistung aktueller Laptops ist mittlerweile so hoch, dass sie im Prinzip alle gängigen Einsatzbereiche eines Desktop-PCs abdecken. Zudem baut ein überwältigender Anteil der heutzutage ausgelieferten Notebooks auf speziellen Mobilprozessoren auf. Pure Desktop-CPUs oder Mischformen finden sich fast ausschließlich bei den so genannten Desktop Replacements.
Bei diesen »Ersatz-PCs« kommt es nicht auf die Mobilität, sondern auf die Leistung an. Daher können sich Hersteller in dieser Geräteklasse den Einbau heißer und viel Strom verbrauchender Desktop-CPUs leisten. Nur in diesen voluminösen Geräten ist genügend Platz, um die notwendige Kühlung und die ebenfalls notwendigen großen, schweren Akkus überhaupt unterzubringen. In flachen und leichten Apparaten dagen findet sich heute keine dieser CPUs mehr.


Intel-CPUs

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Fast alle Notebooks mit Intel-Prozessoren nutzen den Pentium M, der mit niedrigem Stromverbrauch und hoher Leistung die beste Wahl im Mobilsegment ist. Für extrem leichte Notebooks kommen Pentium-M-Varianten mit den Kürzeln LV (Low Voltage) oder ULV (Ultra Low Voltage) zum Einsatz, die noch einmal wesentlich kühler arbeiten und noch effizienter mit dem Strom umgehen. Akkulaufzeiten von zwei bis vier Stunden sind normal für Seriennotebooks, sogar bis zu acht Stunden sind schon bei vereinzelten Modellen möglich. In günstigeren Laptops finden sich dagegen meist die Celeron-M-Modelle, die ähnliche Verbrauchswerte, aber wesentlich weniger Leistung bieten.

Alviso steigert Centrinoleistung
Mit der Sonoma-Technolgie hat Intel vor kurzem die bewährte und hochwertige Centrino-Technologie auf ein anderes Niveau gehoben. Ein neuer Chipsatz (Codename Alviso) mit 533 statt 400 MHz Frontsidebus, neue Prozessoren mit ebenfalls auf 533 MHz gesteigertem FSB und die Einführung von DDR2-Arbeitsspeicher haben die Leistung der Plattform spürbar verbessert. Die Funktionalität wurde mit der Implementierung von PCI Express am Notebook ebenfalls gesteigert. Neue, schnellere Grafikkarten sowie die Möglichkeit der Nutzung von ExpressCard-Erweiterungskarten runden die neue Plattform ab. Die ersten Modelle hatten allerdings noch mit Abwärmeproblemen zu kämpfen, doch die sind mittlerweile bei den meisten Modellen gelöst.


AMD-CPUs

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Drei verschiedene Prozessorfamilien bietet dagegen AMD derzeit an: den Mobile Athlon 64, den Mobile Sempron und den neuen Turion 64. Der Mobile Athlon 64 ist für die größeren Notebooks bestimmt, die aber immer noch unterhalb der Desktop-Replacement-Grenze liegen. Hohe, dem Pentium M in den meisten Fällen überlegene Leistung ist sein Markenzeichen; allerdings läuft er heißer als ein Pentium M und nutzt den Akku nicht so gut aus. Kürzere Laufzeiten sind deshalb das Ergebnis.

Sempron in der Einsteigerklasse
Der Mobile Sempron kommt in günstigen Einsteigergeräten zum Einsatz. Er bietet eine etwas bessere Performance als der Celeron M, hat aber weniger Power als dieser und liegt in Sachen Verbrauch mit den Intel-Modellen auf gleichem Niveau. Das neueste Mitglied des Reigens ist der Turion 64, der erste Mobilprozessor von AMD. Er wird als direkter Konkurrent des Pentium M aufgebaut und erfüllt diese Funktion auch sehr gut. Die Leistung entspricht der Intel-CPU, die Verbrauchswerte sind bei vergleichbaren Modellen ähnlich gut. Gegen die LV- und ULV-Modelle des Pentium M hat aber auch die Turion 64-Familie noch keinen passenden Gegenspieler parat. Eegal ob Intel oder AMD, beide Hersteller haben in der Vergangenheit die Mobilität ihrer Prozessoren deutlich verbessert. AMDs PowerNow! und Intels Enhanced SpeedStep passen die Leistung der CPU über die Taktfrequenz den Bedürfnissen des Nutzers an, so dass sie immer nur so viel bereitstellt, wie auch wirklich abgerufen wird. Das spart eine Menge Strom und verringert die Wärmeentwicklung. Dadurch kommt eine längere Akkulaufzeit bei besserer Kühlung heraus.


Anschlüsse

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Neben Leistung und Akkulaufzeit ist natürlich die Funktionalität eines Notebooks ein entscheidender Faktor. Die meisten Modelle mit echten Mobilprozessoren sind angenehm leise und liegen in den meisten Fällen auf einem Geräuschniveau, das ein Desktop-PC erst durch aufwendigen Schalldämmungsumbau erreicht.
Auch bei den Anschlüssen haben sich Standards durchgesetzt. Meist finden sich drei oder mehr USB-2.0-Kontakte, ein Firewire-Port, 100 oder 1000 MBit/s schnelles LAN, Wireless LAN nach dem 802.11b/g-Standard, ein Modem, Infrarot, ein Einschubslot für PCMCIA-Karten Typ I/II, ein S-Video- oder ein Composite-Video-Ausgang, ein Anschluss für Drucker sowie die üblichen Audio-Aus- und -Eingänge. Der Anschluss externer Monitore ist praktisch immer über VGA möglich; nur die wenigsten Modelle bieten auch einen digitalen DVI-Anschluss. Vereinzelt finden sich auch Möglichkeiten für Dockingstationen oder Zusatzbatterien. Standard ist das aber nicht. In ähnlich seltenen Fällen findet sich an Stelle des normalen Audio-Ausgangs auch ein digitaler Ausgang, der zur Kommunikation mit Heimkinoanlagen geradezu einlädt.