Fehler im Dell-Onlineshop: PC für 5,33 Euro

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Auch wenn der Preis nicht stimmt und Dell juristisch Einspruch erheben kann, haben viele Kunden bereits Hamsterkäufe vorgenommen.

Der weltgrößte PC-Hersteller Dell ermöglichte es zahlreichen Kunden in Großbritannien, PCs für rund 5,33 statt 588 Euro (401 britische Pfund) zu kaufen. Nachdem ein Kunde den Fehler vergangene Woche meldete und dabei bekannt gab, wie man die Preise durch Ausnutzung des Bugs noch weiter senken könnte, hatte Dell in England schon Bestellungen für einige tausend Rechner zum Billigpreis vorliegen.

Je mehr Extras bestellt wurden, desto geringer wurde der Preis des Dell Dimension 5100. Dienstag Mittag nahm Dell in Großbritannien den Shop erst einmal vom Netz, um in Ruhe die Lücken zu stopfen. Einer Ankündigung vom Freitag zufolge wird Dell die Bestellungen ohne zusätzliche schriftliche Bestätigung nicht anerkennen.

In Deutschland hat ein Urteil des BGH für Rechtsicherheit des Herstellers gesorgt: Wenn eine automatische Bestätigung nur der Bestellung, nicht aber jedoch derer Anerkennung versendet wird, kann der Anbieter in einer zeitgemäßen Frist der Bestellung widersprechen. Ein Beitrag des Rechtsanwaltes Markus Kexel erklärt die Rechtslage in Deutschland im Detail.

Die britischen Verbraucherschützer von “Which?” sind da anderer Meinung, weil Bestätigungen der Bestellungen versendet wurden. In Australien wurde Dell schon einmal zur Lieferung billiger Festplatten verdonnert – aber nur, weil auch die Gelder bereits von den Kreditkarten der Kunden abgebucht waren und somit der Kauf als gültig gewertet wurde. (mk)

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