IFA 2005: Fraunhofer-Institut zeigt Computer auf Würfelzuckergröße

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“e-Grain” nennen die Forscher ihr Netz aus winzigen rechnenden Körnern. Das komplette System inklusive Stromversorgung passt auf einen Kubikzentimeter.

Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM aus Berlin zeigt auf der IFA seine Fortschritte bei der Miniaturisierung der Informationstechnik. Ein System bestehend aus Sensor, Prozessor, Speicher, Funkbaustein, Antenne und eigener Energieversorgung passt auf die Größe eines Würfelzuckers. Die Komponenten wurden nicht wie üblich nebeneinander angeordnet, sondern dreidimensional gestapelt. Kleine Mini-Lagen werden quasi wie Stockwerke aufeinander gelegt und per Flip-Chip-Technik verknüpft.

Bei der Flip-Chip-Vorgehensweise wird jeder Chip auf den Kopf gedreht und mit der Oberseite an kleinen Lötpunkten auf dem Träger fixiert. Statt mit Drähten zu verbinden, entsteht so eine Art Netz wie eine Ansammlung von Mini-Heizungsrohren.

In den nächsten Jahren wollen die Forscher die “e-Grains” auf die Größe eines Streichholzkopfes schrumpfen, die Sensornetzwerke aus einzelnen autarken und stark miniaturisierten Mikrosystemen bilde. Die Körner sollen so ein eigenständiges Netzwerk bilden und selbstständig Daten verschicken können.

Mehr Informationen zeigt das Forschungsinstitut auf der IFA 2005. (mk)

IFA 2005: Halle 5.3, Stand 02

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