Schummeleien bei Mobilfunkgesellschaften

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Die französischen Mobilfunkanbieter Orange, SFR und Bougyues sollen über Jahre den Markt manipuliert haben. Die französischen Kartellbehörde beschuldigt sie, seit 1997 durch Absprachen den Markt in ihrem Heimatland verdeckt kontrolliert zu haben.

Die Direction générale de la Concurrence, de la Consommation et de la Répression des Fraudes (DGCCRF) hat die Betreiber von drei französischen Mobilfunkgesellschaften der Wettbewerbsverzerrung beschuldigt, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Zeitung Canard Echaine meldet. Dass die “Tageszeitung”, wie sie von AFP und in diversen Online-Newsseiten genannt wird, in Wahrheit eine Satire-Zeitung ist, wird jedoch nicht genannt. Allerdings:

Le Canard Enchaine hat sich immer wieder verdient gemacht um die Aufdeckung von Skandalen, die das französische POlit-establishment gerne unter den Teppich gekehrt hätte.

Die betroffenen Unternehmen Orange, SFR und Bougyues sollen nach dem Bericht seit 1997 heimliche Treffen veranstaltet haben, bei denen vertrauliche Daten ausgetauscht wurden und Strategien zur Kontrolle des Mobilfunkmarktes verabredet wurden.

Die DGCCRF soll bereits im Mai letzten Jahres einen entsprechenden Bericht fertiggestellt haben, der den Beschuldigten im Dezember zugestellt wurde. Dies ist bewiesenermaßen keine Satire. Eine Entscheidung, die zu Geldstrafen führen könnte, wird bis Ende des Jahres erwartet. (dj/mk)

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