MAC und PC im Verbund
OSX und XP gemeinsam im Netz

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Spätestens im Internet müssen die beiden Betriebsysteme miteinander können. Wie gut, dass Apples OS X sich ganz prima mit Windows-Arbeitsgruppen versteht!

Windows-Netzwerk

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Rein ins lokale Netz, raus ins Internet alles kein Problem für einen Mac. Allerdings sollte sich der Windows-Experte von lieb gewonnenen Programmen und Gewohnheiten verabschieden. Zwar gibt es einen Internet Explorer für den Mac, doch Apple hat längst einen OS X-Browser. Auch Outlook Express hat ausgedient Apple bringt einen speziellen Mail-Client mit, und der ist besser als Microsofts Sicherheitslückenbüßer. Ansonsten aber braucht sich nichts zu ändern. Das bestehende Windows-Netzwerk bleibt da, wo es ist, und der Mac klinkt sich einfach ein.

Webbrowser Safari
Safari heisst der Webbrowser von Apple. Vielleicht deshalb, weil das Internet so abenteuerlich, unwegsam und gefährlich ist? Wie auch immer: Safari ist der perfekte Begleiter fürs Web, sobald der Nutzer ein paar Handgriffe beherrscht. Ganz wichtig ist [Apfel T]. Damit öffnet Safari einen zweiten Browsertab. Ein Tab ist ein weiteres Fenster innerhalb des Browsers. Über Registerreiter oder [Apfel Tab] schaltet der Surfer zwischen diesen Seiten hin und her. Bei ausgiebigen Surfsafaris pflastert der Browser also nicht den Bildschirm mit Fenstern zu. Stattdessen bleibt alles brav in einem Hauptfenster.


RSS-Feeds

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RSS-Futter aus dem internet frisst Safari ebenfalls. So genannte RSS-Feeds sind diese kleinen Text-Appetithappen, wie sie allenthalben in Blogs oder auf Newsseiten zu finden sind: Überschrift, kurzer Text und ein Link zum Originaleintrag auf der Website. Diese Feeds darf sich jeder mit einem speziellen Client automatisch abholen und muss nicht jedes Mal die Website im Browser aufrufen, um an Neuigkeiten zu kommen.

RSS-Feeds sind blau hinterlegt
Bietet eine Site so einen RSS-Feed, dann erscheint in der Safari-Adressleiste ein blau hinterlegtes RSS. Draufklicken genügt, schon erscheinen die Appetizer im Browserfenster. Wer regelmäßig die neusten Feeds bekommen will, fügt die RSS-Seite mit [Apfel D] den Lesezeichen hinzu. Stecken mehrere RSS-Feeds im Lesezeichenmenü, zeigt Safari mit Lesezeichen/Alle RSS-Artikel einblenden alle in einem Fenster. Das ist die perfekte digitale Tageszeitung.
Sogar für Umsteiger, die trotz Mac nicht ohne Windows auskommen und sich jedes Mal zwischen IE und Safari umstellen müssen, gibt es Abhilfe: Firefox holen, das Programm auf Windows und Mac packen und schon steht es eine einheitliche Software auf zwei Betriebssystemen. Firefox gibts unter www.mozilla-europe.org/de/products/firefox/.
Auch für den Mailverkehr ist beim Mac gesorgt. Das für Tiger überarbeitete Postprogramm hat Filterfunktionen und kämpft gegen Werbemüll. Sobald die Software zum ersten Mal startet, verlangt sie nach den Daten eines Mailaccounts. Der Assistent nimmt Servertyp, Namen und E-Mail-Adresse sowie die notwendigen Servernamen, Benutzernamen und Kennwörter entgegen. Achtung: In den meisten Fällen muss unter Server für ausgehende E-Mails die Option Identifizierung verwenden eingeschaltet sein! Dann in die darunter stehenden Felder für Benutzernamen und Kennwort die richtigen Daten eintragen. Im Allgemeinen sind sie identisch mit den Kennwortdaten für den Posteingang.


E-Mails

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»Intelligent« nennt Apple selbstbewusst eine bestimmte Art Postfächer im E-Mailprogramm. Sie untersuchen den Posteingang nach festgelegten Kriterien und zeigen die gefundenen Mails in einem eigenen Ordner. Sprich: Das intelligente Postfach ist eine Art permanenter Suchfunktion, die ihre Ergebnisse in einem Ordner abbildet.
Das ist zwar nicht intelligent im eigentlichen Sinne, aber es ist nützlich. Bringt es doch System in die gesamte Korrespondenz. Einfach unter Postfach/Neues intelligentes Postfach ? so einen Schlaumeier einrichten, ihm einen Namen geben und unter Enthält E-Mails mit ? die Suchbedingungen festlegen. Mit dem Plus-Button fügt der Postprofi noch weitere Suchbedingungen hinzu. Ein OK speichert den klugen Ordner. Wer ihn öffnet, findet darin die Mails, die den zuvor festgelegten Suchbedingungen entsprechen. Und natürlich bleiben die Nachrichten in ihren ursprünglichen Ordnern erhalten. Das ist doch schon recht schlau.

Fremdclients machen Probleme
Wer einen anderen Client als den von Apple verwendet, steht nach kurzer Zeit vor einem Problem: Mail-Links aus dem Browser heraus öffnen prompt das Apple-Programm ob es nun gebraucht wird oder nicht. Damit der Link die richtige Anwendung startet, muss man zunächst das Mac-Programm öffnen. Dort findet sich unter Mail/Einstellungen/Allgemein der Eintrag Standardprogramm für E-Mails: Das gewünschte Programm auswählen und Apple Mail wieder schließen. Danach startet die gewünschte Applikation, sobald ein Mailto-Link auf einer Website geklickt wird.


Netzwerkverbindungen

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Die Standardsoftware erkennt übrigens auch unerwünschte Werbepost und markiert sie. Damit sie den Werbemüll auch gleich aus dem Weg räumt: Mail/Einstellungen/Werbung öffnen und In das Postfach für unerwünschte Werbung bewegen aktivieren. Nach dem Schließen der Einstellungen erscheint ein neuer Ordner, in dem die lästige Reklame künftig landet.

Automatische Verbindungen
Die Netzwerkeinstellungen erledigt OS X automatisch. Die IP-Adresse holt sich der Mac vom DHCP-Server das ist in den meisten Netzen der Router. Falls keiner in der Wohnung steht, ist etwas Handarbeit angesagt. Unter Systemeinstellungen/Netzwerk/Anzeigen die Einträge Airport oder Ethernet wählen, dort in TCP-IP neben IPv4 konfigurieren die Option Manuell wählen und die IP-Adresse eintragen.
Damit der Mac ohne Stottern mit seinen Windows-Kollegen redet, sollte er derselben Arbeitsgruppe angehören. Das geht über die Verzeichnisdienste, die sich hinter Programme/
Dienstprogramme verstecken. Diese Dienste muss sich der Mac-User erst »erschließen«, indem er auf das kleine Schloss klickt und sein Administratorkennwort eingibt. Danach den Eintrag SMB/CIFS konfigurieren und hier die korrekte Arbeitsgruppe eintragen. Schließlich noch die Änderungen sichern, Verzeichnisdienste schließen und schon passt auch der Mac ins Netzwerk.


Der Finder

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Der Finder kennt sich jetzt im LAN aus. Einmal auf Netzwerk klicken genügt und er zeigt die verfügbaren Server der aktuellen Arbeitsgruppe. Um die Freigaben des anderen Computers anzusehen, einfach den Server öffnen und mit Verbinden weitermachen. Kurz darauf erscheint ein Auswahlfenster für die Shares. Wichtig: Falls der andere Rechner Benutzernamen und Kennwort verlangt, ist dieses unter Identifizieren einzugeben. Erst dann öffnet sich der Server und zeigt alle seine Freigaben. Einmal gewählt, landet die Freigabe links im Finder und lässt sich genauso verwenden wie alle anderen Ordner auf dem Mac.
Flinke Finger kommen noch schneller zum Server im Netz. Im Finder [Apple K] drücken und dann smb:// gefolgt vom Servernamen eingeben, etwa smb://meinserver. Gleich darauf erscheint die Serverauswahl.

Apple-Sharing
Umgekehrt zeigt auch der Mac den Windows-Computern, was er so auf der Festplatte hat. Sharing heißt das auf Apple-Deutsch und die notwendigen Parameter dafür stecken in den Systemeinstellungen. Hier also Sharing öffnen und Windows Sharing starten. Danach zeigt sich eine Abfrage, die sich erkundigt, welchen Benutzern der Zugriff erlaubt sein soll. Hier ein Häkchen vor die entsprechenden Namen setzen und anschließend mit Ok bestätigen. Ab sofort erreichen dann andere Computer die Heimatverzeichnisse der Mac-Nutzer. Allerdings geht das nur, wenn sich der Windows-Rechner mit dem Benutzernamen und dem Kennwort meldet, das der Besitzer des Mac-Heimatverzeichnis
ses verwendet.


Freigaben

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Erweiterte Freigaben gehen nur mit Zusatzsoftware. In der Standardversion gibt der Mac nur die Heimatverzeichnisse frei. Wer mehr möchte, braucht Sharepoints, das es unter www.hornware.com gratis zum Download gibt. Nach dem Download das Installationspaket entpacken und einrichten: Soll die Software in den Systemeinstellungen landen, genügt ein Doppelklick auf SharePoints.prefPane. Ansonsten ist das Programmsymbol Sharepoints in den Ordner Programme oder besser noch Programme/Dienstprograme zu ziehen. In den Systemeinstellungen findet sich Sharepoints unter Sonstiges wieder.

Ordnerfreigaben
Nach dem Start kann es sofort losgehen: In Freigabename ist eine Bezeichnung einzutragen, unter der ein Ordner im Netzwerk zugänglich sein wird. Dann in Ordner ein Verzeichnis aussuchen, das freigegeben werden soll. Dann die Option Windows (SMB) Freigabe einschalten und mit Neue Freigabe hinzufügen aktivieren. Nach der Abfrage des Administratorenkenntworts schaltet der Mac den Ordner frei. Aber Achtung: In der Regel ist der freigegebene Ordner für alle Benutzer zum Lesen und Schreiben zugänglich! Systemordner oder andere kritische Ordner sichtbar zu machen, ist immer riskant. Und eigens iTunes freizugeben, ist überflüssig. Die Bibliothek auf dem MAc wird auch in iTunes für Windows direkt angezeigt.


Zugriff

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Jeder, der via Netzwerk auf einen Shared-Ordner zugreifen möchte, muss auf dem Mac als Benutzer eingetragen sein. Diese Eintragung erledigt normalerweise Systemeinstellungen/Benutzer. Allerdings bekommt der User dann auch ein eigenes Heimatverzeichnis, das für den Zugriff auf die Freigabe absolut überflüssig ist. Besser gehts abermals mit Sharepoints. Hier unter Benutzer & Public Freigaben einen neuen Individuellen Benutzer hinzufügen. Einfach den vollen Namen sowie ein Kürzel angeben und Nächste UID wählen. Danach den Neuen Benutzer hinzufügen. Wichtig: Um auf Freigaben zugreifen zu können, sollte der Benutzer der Gruppe Staff angehören.