PC wird zum Fernseher
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Mit der richtigen Ausstattung wird jeder PC zur unschlagbaren TV-Empfangsstation. Um analoges und digitales Fernsehen perfekt darzustellen und das sogar gleichzeitig auf nur einem Monitor , sind nur wenige Komponenten nötig.

Vier TV-Varianten

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Für den ultimativen Fernseh-PC braucht es wenig lediglich zwei PCI-Steckkarten genügen, um alle heute gebräuchlichen Spielarten von analogem und digitalem Fernsehen auf den heimischen Rechner zu holen.

Insgesamt sind das vier TV-Varianten: Dazu zählen neben Analog-Fernsehen auch digitales terrestrisches TV (DVB-T) sowie Sendungen, die digital über Kabel (DVB-C) oder Satellit (DVB-S) ausgestrahlt werden. Weil die TV-Karten die Decodierung der Fernsehsignale übernehmen, reicht auch ein betagtes System mit einer 1 GHz schnellen CPU völlig aus.


Zwei Steckkarten, vier TV-Signale

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TV-Tunerkarten, die analoge und digitale Fernsehsender empfangen, beschränken sich beim digitalen Part meist auf DVB-T. Passende Karten gibt es beispielsweise mit der Avermedia Hybrid+ FM PCI (www.averme dia.de) oder der Hauppauge WinTV HVR-1100 (www.hauppauge.de), die jeweils um die 110 Euro kosten.

Deutlich mehr kann dagegen die PCI-TV-Karte Lifeview FlyTV DVB Trio (www.lifeview.com.tw). Der laut Hersteller ab September 2005 erhältliche PCI-Tuner bringt als erste TV-Karte nicht nur Analog-Fernsehen und DVB-T, sondern auch DVB-S auf den Bildschirm. Der Clou: Für jede der drei Varianten setzt Lifeview einen separaten Tuner ein. Über die mitgelieferte Lifeview-DTV-Software lassen sich die Fernsehprogramme deshalb per Splitscreen auf ein und demselben Monitor darstellen.

Wer nicht bis September warten will, greift zum aktuellen Lifeview-Modell FlyTV DVB Duo: Dieses bietet zwar nur DVB-T und Antennen-Fernsehen, aber ebenfalls die Splitscreen-Option. Bei den Hybrid-Karten von Avermedia und Hauppauge hat man diese Wahl nicht. Bei diesen Modellen steht jeweils nur ein Tuner zur Verfügung, der zwischen analogem und digitalem Empfang geschaltet wird.
Um auch DVB-C zu empfangen, kommt man um eine zweite PCI-Karte nicht herum. Ein empfehlenswertes Produkt ist hier zum Beispiel die Hauppauge WinTV Nova CI-S. Die für rund 120 Euro erhältliche Karte unterstützt HDTV und ist mit einem Common Interface auch für den Empfang von Pay-TV-Sendern vorbereitet. Vielseher lassen die Tuner-Programme der Lifeview- und Hauppauge-Karte simultan laufen und kommen damit in den Genuss der gleichzeitigen Darstellung aller vier Fernseh-Varianten.


Die besten Komponenten für den Fernseh-PC

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Stichwort ultimativer Rechner: Wer am Rechner fernsieht, möchte nicht von Lüftergeräuschen genervt werden. Auch das TV-Bild, das von der Grafikkarte auf den Monitor gelangt, sollte qualitativ einwandfrei sein. Und um die richtige Filmatmosphäre aufkommen zu lassen, ist eine leistungsfähige 7.1-Soundkarte sicher nicht deplatziert. PCpro hat die besten und leisesten PC-Komponenten für unbeschwerten TV-Empfang in Heft 9/2005 auf Seit 18 aufgeführt (Heft nachbestellen hier). Dazu zählen nicht nur Soundkarte und CPU-Lüfter, sondern auch Festplatten, Mainboards und Grafikkarten.


Digitales Fernsehen setzt sich durch

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Digitales Fernsehen ob terrestrisch, über Kabel oder per Satellit bringt eine Handvoll Vorteile mit sich: Gegenüber analogem TV ist DVB-Fernsehen nicht nur qualitativ besser, sondern wird auch immer als MPEG-2- oder MPEG-4-Stream ausgestrahlt.

Fernsehsendungen lassen sich damit ohne Qualitätsverluste direkt mit der Tuner-Software auf Festplatte aufnehmen und mit einem Videoschnittprogramm unkompliziert nachbearbeiten.

Dass das digitale Fernsehen auf dem Vormarsch ist, bestätigt auch SES Astra (www.ses-astra.com): Nach Angaben des Satellitenbetreibers hat 2004 bereits die Hälfte aller rund 18 Millionen deutschsprachigen TV-Haushalte digitales Fernsehen empfangen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 48 Prozent. Diese Zahl dürfte sich 2005 noch einmal deutlich erhöhen, weil immer mehr Gebiete mit digital-terrestrischem Fernsehen (DVB-T) versorgt werden. Um DVB-T am PC zu empfangen, braucht es nicht zwingend eine Steckkarte. Wer es mobil mag, greift zu USB-Tunern oder gleich zum Technotrend-USB-Stick (siehe News zum Thema, Test demnächst auf dieser Website).


Was ist DVB?

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Die Abkürzung DVB steht für »Digital Video Broadcast« und bezeichnet standardisierte Verfahren zur digitalen Übertragung von Fernseh- und Radiosendungen. Es gibt momentan vier DVB-Varianten: DVB-S wird bei Satelliten-Übertragung eingesetzt, DVB-C bei Kabelnetzen und DVB-T steht für terrestrisch ausgestrahlte Sendungen. Mit DVB-H lassen sich digitale Bild- und Toninhalte auch auf mobile Endgeräte wie Handys oder Smartphones schicken.

In Deutschland ist analoges Fernsehen vielerorts nicht mehr zu empfangen, da öffentlich-rechtliche und private Sender in den großen Ballungsgebieten Deutschlands teilweise bereits seit 2003 nur noch über DVB-T ausgestrahlt werden. Da die Mehrzahl der Fernsehgeräte und Videorekorder nichts mit DVB-T anfangen kann, ist für den Empfang eine Set-Top-Box erforderlich, die digitale Signale in analoge umwandelt.