AMD will mit “SimNow” neue Chip-Generationen vorab emulieren

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Mit einer neuen Emulationstechnik will AMD Software-Entwicklern erlauben, schon jetzt ihre Programme auf künftige Prozessorlinien zu portieren.

Schon, bevor erste Exemplare der künftigen AMD-CPUs erhältlich sind, sollen Software-Entwickler ihre Produkte schon testen können. Mit dem Emulations-Tool SimNow simuliert der Hersteller neue Opteron-Chips; so will AMD eine schnellere Verfügbarkeit von Software garantieren, die auch die neuen Funktionen der Prozessoren ausnutzt. Der ewige Intel-Konkurrent überraschte auf der LinuxWorld gestern Abend in San Francisco Entwickler mit dieser Ankündigung.

Mit SimNow wird eine CPU emuliert, die bereits mit AMDs Virtualisierungs-Engine “Pacifica” ausgestattet ist. Mit Hilf des OpenSource-Programms Xen kann so der parallele Einsatz mehrerer Betriebssysteme auf einem Rechner getestet werden. Die Security-Technik “Presidio” wird ebenfalls “nachgeahmt”; sie ist mit Intels Projekt “LaGrande” vergleichbar, die die offene TPM-Spezifikation in Hardware umsetzt.

Natürlich kann so ein Emulator Applikationen nicht vollständig betreiben, denn weil nur emuliert wird, was noch nicht wirklich da ist, wird die Performance massiv sinken. AMD will mit seinem Tool nur die Lauffähigkeit der Applikationen prüfen lassen. (mk)

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