Neuer Software-Fehler bei Arbeitslosengeld II: Krankenversicherung storniert

Politik

Die Software ?A2LL?, die das reformierte Arbeitslosengeld verwalten sollt, spuckte fehlerhafte Krankenkassen-Meldungen aus oder stornierte die Versicherung ganz. Hunderttausende Fälle müssen nun neu bearbeitet werden.

Die gesetzliche Krankenversicherung wird immer teurer – auch durch Softwarefehler. Denn nachdem die Software A2LL mehrere hunderttausend falsche Meldungen zur Krankenversicherung generierte, müssen die Krankenkassen erheblichen (kostspieligen) Verwaltungsmehraufwand aufbringen. In einer Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit wird die Zusatzarbeit für die Krankenkassen “bedauert”. Einen Vergleich von privaten Krankenversicherungen scheuen die meisten Arbeitslosen, laut Aussage der Arbeitsagentur. An den Rechten der Arbeitslosen habe sich allerdings nichts geändert.

Nach dem Aufspielen einer aktualisierten Version der Auszahlungs-Software A2LL durch T-Systems seien die Fehler aufgetreten – man will aber die fehlerhaften Stornierungen und Falschmeldungen umgehend korrigieren.

Die Bundesagentur schiebt T-Systems den schwarzen Peter zu: Die Telekom-Software- und IT-Dienstleistungs-Tochter hatte alle Liefer- und Leistungsverpflichtungen der Prosoz GmbH im Mai 2005 übernommen. Nun können sich die beiden Softwarehäuser gegenseitig die Schuld zuschieben; ob es an mangelnder Dokumentation oder ungenügender Projektübernahme lag, wird sich wohl so schnell nicht so schnell nachvollziehen lassen. (mk)

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