George Bush: Strom sparen statt Geld sparen

Politik

Mit einem neuen Gesetz verlängert der US-Präsident die Sommerzeit, um in Haushalten Energie einzusparen. Damit löste er Panik bei Administratoren und Software-Entwicklern aus: Zahlreiche Automatismen müssen neu programmiert und eingestellt werden.

Panik bei Administratoren und Programmierern in den USA: Eine keine Unterschrift des US-Präsidenten setzt ab 2007 eine Verlängerung der US-Sommerzeit um vier Wochen fest. Mit dem neuen von George Junior unterschriebenen Gesetz soll Energie in Haushalten, öffentlichen Einrichtungen und im Verkehr eingespart werden. In der Angst um Abhängigkeit vom Öl soll durch das neue Gesetz zudem auf die Förderung erneuerbarer Energien gesetzt werden.

Ab 2007 soll die Sommerzeit vier Wochen länger sein, dabei früher beginnen und später aufhören, heißt es im Gesetzestext. Alle schon für die herkömmliche Sommerzeit programmierten Anwendungen, etwa für Programmaufzeichnungen in Videorekordern oder automatische Backups bei Servern, funktionieren somit quasi eine Stunde verspätet. Mit einem Chaos wie beim Jahr-2000-Problem habe man jedoch nicht zu rechnen, kommentieren Experten der US-Presse. Die Lieferung von automatischen Updates funktioniere zum Beispiel trotzdem noch.

Das Geld, das durch die geringeren Kosten für angeschaltetes Licht eingespart wird, fließt nun eben in die IT-Branche: Kritische Software wie etwa Kernkraftwerkssteuerung oder Börsenkontroll- Software müssen überprüft und eventuell umgeschrieben werden.

Microsoft nutzt die Gunst der Stunde für Eigenvermarktung: Klar werde man seine Software rechtzeitig für die Umstellung fit machen, nur keine Angst! (mk)

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