Microsofts Pläne mit und gegen OpenGL

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Der 3D-Grafikstandard könnte mit Windows Vista in ernste Schwierigkeiten kommen, und mit ihm die Interoperabilität.

Wie die OpenGL-Organisation aktuell warnt, könnte mit Windows Vista die Interoperabilität weiter abnehmen. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand plant Microsoft, mit ab der nächsten Betriebssystemversion Vista durchgängig den eigenen 3D-Grafikstandard Direct3D einzusetzen.

Alle Anwendungen unter OpenGL würden dann erheblich in der Leistung eingeschränkt, die aktuelle Meldung spricht von bis zu 50% Verminderung. Weiterentwicklungen von OpenGL werden von Windows nicht mehr unterstützt. Tatsächlich sind die Gründe für die beschreibene Vorgehensweise nicht technischer, sondern wettbewerbspolitischer Natur: Wenn OpenGL unter Windows zu signifikant schlechterer Leistung führt und Spieleentwickler deshalb zwingen für die Direct3D-API programmieren müssen, bleibt OpenGL ein Nischenprodukt für andere Betriebssysteme wie Mac OS X oder Linux.

Eigentlich ein Fall für die Wettbewerbsbehärden auf beiden Seiten des Atlantik. (fe)

Autor: fritz
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