Bundesnetzagentur senkt Preis für letzte Meile

BreitbandNetzwerke

Die Bundesnetzagentur hat in zwei wichtigen Entgeltentscheidungen die Preise für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die so genannte letzte Meile, gesenkt.

Die erste Entscheidung betrifft die einmaligen Bereitstellungs- und Kündigungsentgelte, welche die Bundesnetzagentur ? vormals Regulierungsbehörde (RegTP) ? rückwirkend zum 1. Juli senkt. Die einfache Übernahme einer Kupferdoppelader Zweidraht ohne Schaltarbeiten beim Endkunden kostet nun 43,10 Euro. Bei der Kündigung mit gleichzeitigem Wechsel zu einem anderen Wettbewerber beziehungsweise Rückkehr zur Deutschen Telekom müssen die Wettbewerber künftig 5,80 Euro zahlen statt bisher 19,95 Euro. Ohne einen gleichzeitigen Wechsel des Endkunden verringert sich das Kündigungsentgelt von 36,65 auf 29,10 Euro.

In einer zweiten Entscheidung wird zudem der Line-Sharing-Preis für den hochbitratigen Teil der TAL ? typischerweise für Datenübertragung per DSL genutzt ? auf 2,31 Euro monatlich gesenkt. Das einmalige Bereitstellungsentgelt beim Line-Sharing beträgt nun 51,43 Euro statt bisher 60,82 Euro, das Kündigungsentgelt 10,48 Euro bei gleichzeitiger Umschaltung zu einem Wettbewerber und 51,22 Euro ohne Umschaltung.

Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, zeigt sich mit den neuen Entgelten zufrieden: “Mit den heutigen Entscheidungen werden Effizienzsteigerungen berücksichtigt, die notwendigen Kosten anerkannt und die Voraussetzungen für positive Impulse des Wettbewerbs im Breitbandmarkt geschaffen. Die Rahmenbedingungen sind klar. Jetzt sind die Unternehmen gefordert, diese für zusätzliche Investitionen zu nutzen und damit die Verbreitung der Breitbandanschlüsse in Deutschland zu beschleunigen.” (dd)

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