Microsoft präsentiert Dokumentenformat Metro
PDF ist nicht gut genug

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Mit dem neuen Dateiformat Metro kann man Dokumente plattformunabhängig austauschen und layoutgetreu zu Papier bringen. Microsoft will Metro in Longhorn integrieren.

Was ist Metro?

Microsoft präsentiert Dokumentenformat Metro

Microsofts Spezialisten für Dokumenten-Management präsentieren ihren neuen Standard »Metro«. Der soll in Longhorn integriert werden und es erlauben, Dokumente plattformunabhängig auszutauschen und layoutgetreu zu Papier zu bringen. Den Einwand »Das gibts doch alles schon mit Adobe PDF und Postscript« lässt Microsofts EMEA-Marketing-Chef Neil Holloway nicht gelten. Im Gespräch mit PC Professionell erklärt er: »Wir haben geprüft, ob es machbar ist, PDF zu verwenden. Unsere Techniker waren aber dagegen, PDF ist uns nicht gut genug«. Dabei hatte Microsoft jahrelang mit den eigenen Office-Formaten DOC, XLS und PPT den Erfolgsweg von PDF geebnet.

XML (Extensible Markup Language) soll als Grundlage für Metro dienen. In Microsofts Marketing-Getöse wird aber nicht sofort klar, was genau unter dem Schlagwort Metro zu verstehen ist. Ein Blick in die vorläufige Spezifikation (www.microsoft.com/whdc/device/print/metro.mspx) schafft Klarheit. Metro umfasst ein Dokumentenformat, ein Dateiformat für Drucker sowie die Seitenbeschreibungssprache.


Vorteile von Metro

Microsoft präsentiert Dokumentenformat Metro

Bereits in der Beta 2 von Longhorn (Erscheinungstermin Herbst 2005) soll Metro integriert sein. Für Windows XP und Server 2003 will Microsoft ein Nachrüst-Kit anbieten. Erzeugt man mit Longhorn ein Dokument, so wird automatisch eine Metro-Version davon angelegt, die sich mit einem Metro-Reader ähnlich dem Adobe Reader ansehen lässt. Damit Metro-Dokumente auch zu Papier gebracht werden können, wirbt der Software-Gigant bei den Druckerherstellern für die Neuentwicklung.

Die Vorteile von Metro: Metro-Files lassen sich besser indexieren. Das ist vor allem für Firmen interessant, die viele Dokumente verarbeiten müssen und so schnell über eine Datenbank passende Files aus ihrem Archiv holen können. Außerdem verspricht Microsoft eine bessere Unterstützung für exotische Zeichensätze und noch umfangreichere Bild- und Grafikfunktionen.