Unilever setzt auf unkonventionelles Internet-Marketing

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Werbe-Kampagnen aufs Brot geschmiert? Keine Werbebanners, keine Fernseh- und Radiospots: Stattdessen setzt der Lebensmittelkonzern bei der Vermarktung “gesunder” Brotaufstriche auf Seifenopern-Parodien, die per E-Mail verteilt werden sollen.

Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Unilever investiert in ungewöhnliche Online-Kampagnen. Die New York Times berichtet an diesem Beispiel von einem Trend, dem nun auch “herkömmliche Konzerne hinterherlaufen”: Anbieter von “flashigeren” Produkten seien schon durch ungewöhnliche Vermarktungsmethoden außerhalb der Standard-Zeitungs- und Fernsehwerbemittel erfolgreich – sie bauen sich so ihren Namen auf: warum also nicht auch die Großen?

Unilever setzt nun mit Hilfe der Byte Interactive Corp. auf so genannte “Webisodes” – kleine Flash-Animationen, in denen sich Gurken, Butterberge und Hausfrauen so unterhalten, wie dies in amerikanischen Sitcoms üblich ist. Allerdings beziehen sich fast alle Witze auf die neuen “Nicht-Butter”-Brotaufstriche des Konzerns, die man vor allem an figurbewusste Frauen ab 35 verkaufen will.

Und obwohl diese Zielgruppe nicht mehr so gern am Computer sitzt, weil sie lieber Sport treibt, bekommen die Damen die E-Mails mit den Spots am Arbeitsplatz vermutlich sowieso per Mail – darauf jedenfalls setzt Unilever. Die Computerfreaks des Unternehmens besuchen zuvor die entsprechende Website und verteilen die witzigen Spots dann sowieso. (mk)

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