Weekly Roundup: Stellenstreichungen trotz Riesengewinn

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Kaum war es in den Medien vergangene Woche, ist es schon wieder aus dem Radar der Journalisten: Die Opfer der Kündigungswellen bei HP, IBM und Konsorten haben eben keine Lobby. Eine Erinnerung.

Auch in der IT-Branche bleiben die Zeiten für die Beschäftigten rau: IBM hat sich durch die Trennung von der PC-Sparte zwar sichtlich erholt und kann Gewinne verbuchen; dass Personal abgebaut wird, ist dadurch aber trotzdem nicht zu verhindern. Bei HP, einem anderen Großen der Branche, zahlen die Mitarbeiter jetzt die Zeche für das angeblich chaotische Management der letzten Jahre und müssen ebenfalls mit drastischem Stellenabbau rechnen.

Und auch außerhalb der Großunternehmen herrscht gedämpfte Stimmung. Kleinere Firmen, die oft zu Lasten der Beschäftigten in Konzernen vom Outsourcing profitierten, müssen sich darauf einstellen, dass dieser Trend abebbt.

Schon im vergangenen Jahr krachte es im Gebälk des IT-Wunderlandes USA. Von den 54 000 IT-Kündigungen des dritten Quartals 2004 spricht jetzt keiner mehr. So wird es wohl jetzt auch laufen, denn die Presse hat ja den VW-Skandal, die vorgezogene Bundestagswahl, die ARD-Prügeleien um das verbotene Product Placement… Was gibt da die Computerbranche noch her für den Sensationsjournalismus?

Im vergangenen Jahr wurde übrigens der IT-Manager zu einem der unbeliebtesten Berufe gewählt. Das ist schlimmer als Knoblauchsortierer oder Schweinesamen-Sammler. Datenbankspezialisten sind dabei noch verhasster als Internet-Berater… Trotzdem: Kopf hoch! (dj/mk)

Links zum Thema:
Studie: IT-Outsourcing geht drastisch zurück
HP-Deutschland-Betriebsrat fürchtet 1000 bis 2000 Stellenstreichungen
HP-Chef greift durch: 14 500 Stellen fallen weg
Auch IBM will 14 500 Stellen streichen
Baut Hewlett Packard bald 25 000 Stellen ab?
IBM: Mehr Gewinn ohne PCs

Gleiches Thema, vergangenes Jahr:
Kopf hoch, IT-Leute!
USA: Entlassungszahlen in der ITK-Branche massiv gestiegen

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