Hewlett-Packard feuert seine Visionäre

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Alan Kay hat einst die ersten grafischen Oberflächen entwickelt, erfand objektorientiertes Programmieren und führte bekannte Begriffe in die Computerwelt ein. Nun verliert er seinen Job.

Die Kündigungswelle bei HP macht auch vor Ikonen der Branche nicht halt: Der 65-jährigeLleiter der HP Laboratories, Alan Kay, ist dem neuen Management wohl einfach zu alt – dabei wurde er erst im Jahr 2000 abgeworben. Möglicherweise fiel der Mann aber nur der “Rasenmähermethode” zum Opfer, nach der alle zu alten Kollegen gehen müssen.

Kay dachte sich den Begriff “Personal Computer” aus, erfand beim Xerox Palo Alto Research Center (PARC) die grafische Oberfläche und war an Entwicklungen wie der Maus beteiligt. Der renommierte Programmierer entwickelte auch die erste objektorientierte Programmiersprache “Smalltalk” und erdachte mit dem “Dynabook” das erste Notebook.

HPs weltweite Streichung von 14.500 Arbeitsplätzen scheint sich nicht um “symbolische Werte” wie Kay zu kümmern. Von ihm stammt der Spruch: “Die beste Art, die Zukunft vorherzusehen, ist, sie zu erfinden”. Seine eigene Kündigung allerdings hatte er nicht selbst vorausgesehen. (mk)

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