Einmal AMD, bleifrei bitte

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Der Prozessor-Hersteller liefert schon jetzt Prozessoren mit reduziertem Bleianteil – rund ein Jahr vor Inkrafttreten der entsprechenden EU-Richtlinie über Gefahrenstoffe in Elektronik.

Gestern erklärte AMD, das man mit der Auslieferung von Prozessoren mit reduziertem Bleianteil beginne. Damit passt sich das Unternehmen schon jetzt an die EU-Richtlinie mit dem einprägsamen Kürzel RoHS an (Reduction of Hazardous Substance). Die “rohe Richtlinie” gilt erst ab 1. Juli 2006 – die Kommission wollte der Industrie nach der RoHS-Bekanntgabe 2003 genug Zeit lassen, ihre Produktion umzustellen. Die Vorschrift gibt Grenzmengen für den Gehalt gefährlicher Stoffe in elektrischen Geräten an.

AMDs CPUs enthalten immer noch geringe Bleimengen; das Unternehmen glaubt jedoch, die Grenzwerte einzuhalten. Noch aber steht genau diese Angabe bei der EU aus – denn das Blei in den Lotverbindungen steht noch nicht auf der Ausnahmeliste der RoHS-Richtlinie. , erfüllen aber bereits die Vorgaben Obwohl die Prozessoren die RoHS-Richtlinie erfüllen, sind immer noch geringe Bleimengen in Lotverbindungen enthalten. Die Entscheidung, ob diese in die Liste der RoHS-Ausnahmen aufgenommen werden, steht allerdings noch aus.

Derzeit werden bereits die Prozessoren Opteron, Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX, Turion 64 und Sempron normgerecht angeboten. Auch bei den Chipsätzen hat Advanced Micro Devices sich angepasst: Die Sets AMD-8111, AMD-8131, AMD-8132 und AMD-8151 sind ebenfalls schon bleireduziert.

Wer nun glaubt, AMD sei Intel in diesem Bereich voraus, der irrt: Intel liefert bereits seit vergangenem Jahr bleifreie Chips. (mk)

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