Spiele-Notebook im Test
3D-Games unterwegs

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Bis zum Rand mit den stärksten Technologien für ultrarealistische Spiele vollgepackt – so preist Dell sein neuestes Notebook an. Das Ergebnis sind nie dargewesene Mobilpower für Spiele und Videobearbeitung.

Centrino-2

Spiele-Notebook im Test

Zugegeben, mit einem Preis von 3220 Euro ist der Computer des Monats, das Inspiron-XPS-Gen-2-Notebook von Dell nicht unbedingt günstig. Allerdings gab es auch noch nie so viel Gaming-Power für unterwegs. Die schlägt leider auch mit knappen 4 Kilogramm ins Gewicht. Damit lässt sichs bei Fahrten von einer LAN-Party zur anderen gerade noch so schmerzfrei im Zug mehrere Runden zocken. Dank moderner Intel-Centrino-2-Technologie bleiben aber wenigstens die Oberschenkel kühl. Selbst unter Extrembelastung wird die vergleichsweise geringe Verlustwärme effizient seitlich aus dem Gehäuse geblasen eigentlich wäre »gehaucht« treffender, denn dies geschieht nahezu geräuschlos. Für ein Gerät dieser Leistungsklasse ist der mobile Entertainer mit 31,5 dB(A) leise. Das Einzige, was wirklich hörbar laut ist, ist der eingebaute 8fach-Plus/Minus-DVD-Brenner. Beim Filmgucken oder Installieren von Software steigt damit der Geräuschpegel auf bis zu 37,5 dB(A) an.

Schnelle Grafikkarte & 17-Zoll-TFT
Der 17-Zoll-WUXGA-Breitbild-TFT sorgt zusammen mit der verbauten nVidia-Geforce-Go-6800-Ultra-Grafikkarte für das ultimative mobile Bilderlebnis. Mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten ist das Display sogar für die volle HDTV-Darstellung geeignet. Die Grafikkarte hat mit 256 MByte so viel eigenen Speicher wie manch anderes Notebook als Hauptspeicher. Das Grafikfeuerwerk, das diese mobile »Ausgabeeinheit« zu entfachen in der Lage ist, lässt selbst Hardcore-Gamer nicht kalt. Im Testlabor zeigte das System im Stresstest unter 3D-Futuremark 2005 nahezu Traumwerte.


Eigenschaften

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Dabei wurde die Grafikkarte nicht geschont. Alle Optionen, die auch ihre stationären Kollegen ins Schwitzen bringen, wurden eingestellt. Bei einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln und 4fach-Antialiasing sowie 8facher anisotroper Filter für verbesserte Darstellung kommen immerhin 3136 Punkte zustande. Das Doom-3-Demo schafft die Karte bei 4fach-Antialiasing immerhin noch mit 42,2 Frames pro Sekunde. Damit braucht sich der mobile Gamer hinter den 3,4-GHz-Pentium-4-Boliden oder Athlon64-3500er-Systemen mit der Desktop-Variante der 6800er-Grafikkarte nicht zu verstecken.

Anschlüsse
Verarbeitung und Ausstattung überzeugen ebenfalls. Mit sechs USB-2.0-Ports, einem Firewire-Anschluss, Steckplatz für SD-Speicherkarte, PC-Card-Einschub, eingebautem Bluetooth und WLAN zeigt sich das Notebook nicht nur auf LAN-Partys anschlussfreudig. Dem Einsatz als Multimediamaschine kommt das Bedienfeld an der Frontseite zugute. Damit ist die Steuerung von Mediaplayer und Co. möglich. Unterstützt wird die Funktion durch die Software Dell Media Experience, eine Art Mediacenter-Oberfläche. Komfortabel sind darin alle Funktionen zum Abspielen von Musik, Fotos und Videos zusammengefasst.


Licht-Effekte

Spiele-Notebook im Test

Als Spielerei für LAN-Partys aber wohl wichtig erscheint uns die Möglichkeit, die in das Gerät verbauten Beleuchtungselemente farblich unterschiedlich erstrahlen zu lassen. Aus den beiden Lautsprecheröffnungen sowie den Lüftungsschlitzen links und rechts glühen LEDs. Zusätzlich gibts auf dem Deckel zwei XPS-Schriftzüge, die beleuchtet sind. Wenigstens ist das nicht in erwähnenswertem Umfang am schnell leer werdenden Akku beteiligt. Mit gemessenen 1 Stunde und 56 Minuten Laufzeit ist eine DVD zu schaffen. Bei Überlänge geht allerdings der Saft aus. Leistungsfähige Technik hat halt doch ihren Preis.
Am Netzteil eignet sich das Gerät für Hardcore-Gamer und Videoenthusiasten. Nur für Office & Co. alleine wäre die Anschaffung übertrieben.


Technische Daten

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Computer des Monats
Produkt: Inspiron XPS Gen 2
Hersteller: Dell
Internet: www.dell.de
Preis: EUR 3200

Technische Daten
Maße (H x B x T): 42,2 x 394 x 288 mm
Gewicht: 3,9 kg
Prozessor: Intel Pentium M 770 2,13 GHz
Arbeitsspeicher/maximal: 1024/2048 MByte
Festplatte: 100 GByte
DVD-Brenner: +/-RW
Grafikkarte/Anschlüssen: Vidia Geforce Go 6800 Ultra mit 256 MByte/VGA, DVI, S-Video
Soundkarte/Anschlüsse: C-Media/analog

Schnittstellen und Zubehör
Seriell/parallel: nein/nein/
USB/Firewire: 6/1
Bluetooth/WLAN/Netzwerk: ja/11, 54 MBit/s/10, 100, 1000 MBit/s
Modem/IrDA/Kartenleser: ja/nein/SD-Card
Akku/Netzteil: Li-Ion/90-265 Volt
Betriebssystem: Windows XP Home Edition


Fazit

Spiele-Notebook im Test

Der eigebaute Plus/Minus-DVD-Brenner verarbeitet auch Double-Layer-Medien. beim Abspielen von DVDs macht er Lärm. Die beiden USB-2.0-Ports an der Seite sind
praktisch für Speichersticks. Integrierte LEDs sorgen für Lichteffekte auf LAN-Partys. Der Nutzwert ist gleich null.

Grafikleistung
Die Leistung ist für ein Notebook schon beachtlich. Die Grafikkarte kann sich auch bei 3D-Spielen mit einem Desktop messen. 31,5 dB(A) im Normalbetrieb sind noch angenehm leise. Nur unter Volllast und beim DVD-Abspielen wird es mit 36/37,5 dB(A) etwas laut. Die Akkulaufzeit ist mit 1 Stunde und 56 Minuten zwar relativ kurz angesichts der Gesamtleistung aber noch akzeptabel.

Anschlüsse
Die S-Video-Buchse liefert das Signal für die Darstellung am Fernseher. Zusätzlich zum 54 MBit/s schnellen WLAN gibts eine Buchse für 10-, 100- oder 1000-MBit/s-LAN. Vier USB-2.0-Ports dürften in der Regel reichen. Wenn nicht, dann hilft ein USB-Hub. Für astreines Bild am TFT- oder Plasma-Monitor sorgt der digitale Display-Anschluss DVI. Analoge Monitore finden über die VGA-Buchse Anschluss. Wichtig wegen der realtiv geringen Akkulaufzeit: Anschluss für das weltweit einsetzbare Netzteil.

Fazit
Das Dell Inspiron XPS Gen 2 ist am besten als Desktop-Ersatz geeignet. Prozessor und Grafik kommen auch bei aufwendigen aktuellen 3D-Spielen nicht ins Schwitzen. Dank neuester Centrino-Technologie von Intel hält sich auch die Geräuschentwicklung in Grenzen.
Und solange die Maschine am Stromnetz hängt, ist kein Unterschied zu einem Desktop-Boliden festzustellen. Erst wenn nach nicht ganz zwei Stunden dem Akku der Saft ausgeht, merkt der Reise-Gamer, dass er an einem mobilen Gerät arbeitet.