SCO gegen IBM: Neue Peinlichkeits-Runde

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Im zähen Ringen um die Linux-Urheberrechte stolpert SCO von einer peinlichen Situation in die nächste. Nachdem ein SCO-internes Memo bekannt geworden war, das die Urheberrechtsverletzung anzweifelte, weist die Firma auf ein gegenteiliges Dokument hin. Das allerdings ist drei Jahre älter.

Die juristische Auseinandersetzung um die Linux-Urheberrechte nimmt immer mehr Züge eines Schwanks aus dem Volkstheater an.

Nachdem ein SCO-internes Dokument aus dem Jahr 2002 zu dem Schluss kam, dass es keine Patentverletzung gibt, hat SCO laut Sydney Morning Herald ein weiteres Memo ausgegraben, das das Gegenteil behauptet. Beide Dokumente stammen von demselben Consultant; das von SCO zuletzt vorgelegte ist allerdings drei Jahre älter als das Memo, das IBM recht geben würde.

SCO argumentiert nun damit, dass es bei der Studie aus dem Jahr 2002 um Kopieren “im engeren Sinne” gegangen sei, während 1999 das “große Ganze” im Blickfeld gestanden habe. Der Fall zieht sich hin – und wenn sie nicht gestorben sind, dann streiten sie noch heute. (dj/mk)

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