Auch IBM will 14 500 Stellen streichen

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Die Massenentlassungen bei Big Blue werden ausgedehnt. Fast sieht es so aus, als würde IBM dem Vorbild HP nacheifern: Genauso viele Stellen sollen abgebaut werden.

IBM hat gute Quartalszahlen vorzuweisen, insbesondere jetzt, ohne die PC-Sparte. Trotzdem hält der Konzern an seinen Massenentlassungsplänen fest: In der Bilanzpräsentation redet man nun sogar von 14 500 Stellen. Im Mai hatte Big Blue angekündigt, 13 000 Arbeitsplätze zu vernichten. Die Abfindungen und Arbeiten an der Umstrukturierung werden 1,7 Milliarden Dollar kosten, erklärte Finanzchef Mark Loughridge gestern in Armonk, New York. Doch schon im zweiten Halbjahr könne man dadurch 500 Millionen Dollar einsparen. 2006 würden sogar 1,3 Milliarden gespart werden.

Das klingt fast alles so wie bei HP – doch bei IBM werden 70 Prozent der Kürzungen auf Europa fallen, bei HP sind sie international verteilt. Mit immer noch 25 Prozent der Kürzungen in den USA könnte der Hightech-Konzern jedoch auch in den USA auf heftige Widerstände stoßen. Der Finanzchef begründete seine Pläne vor allem mit zu hohen Löhnen und zu schwacher Wirtschaft in Ländern wie Deutschland, Frankreich und Italien. Und wie bei HP fallen auch bei IBM die IT-Service-Techniker der Axt der Erbsenzähler zum Opfer.

Schon seit Anfang Juli hat Big Blue weltweit 8000 Jobs vernichtet. Wie stark nun Deutschland wirklich betroffen ist, wurde nicht bekannt gegeben. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung fand passendes Bildmaterial im Sinne der Gewerkschaft. Und die IG Metall, schon erfahren im Streit mit IBM, wetzt schon mal die Messer. (mk)

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